Weiter befragt werden sollte die Lebensgefährtin des Getöteten. Die 38-Jährige hatte am Freitagnachmittag die Leiche im Vorraum der gemeinsamen Wohnung am Bacherplatz entdeckt. "Sie ist extrem geschockt, die Einvernahme muss immer wieder unterbrochen werden", schilderte Vockner. Im Umfeld des Opfers wurden ebenfalls Befragungen durchgeführt.
Freundin hatte telefonischen Kontakt mit dem Opfer
In der Brust der Leiche steckte ein Messer. Der Täter dürfte mehrmals zugestochen haben. "Er wies Kopfverletzungen durch stumpfe Gewalteinwirkungen auf", ergänzte Vockner am Sonntag. In der Wohnung waren keine Spuren gewaltsamen Eindringens erkennbar. Ob etwas fehlte, konnte noch nicht geklärt werden. Die 38-Jährige hatte die Räumlichkeiten am Freitag um 7.45 Uhr verlassen. Die Frau gab an, mit ihrem Partner Johann K. zuletzt in den Vormittagsstunden telefonischen Kontakt gehabt zu haben.Nachbarin alarmiert Einsatzkräfte
Eine Nachbarin berichtete zudem gegenüber der "Krone" von einem Kampf. Die 23-jährigen Mutter steht ebenfalls noch unter Schock: "Meine Nachbarin hat verzweifelt bei mir geläutet, dass ihr Freund tot im Vorzimmer liegt. Ich bin sofort rein. Das Gesicht des Opfers war von einem wilden Faustkampf verschwollen, und aus einer Stichwunde in der Brust ragte diese dunkle Brille", schilderte die junge Verkäuferin Isabella L. die wohl schlimmsten Momente ihres Lebens."Vieles deutet ins Suchtgiftmilieu"
"Die Freundin des Opfers war so fertig, dass sie beim Notruf nicht einmal die Adresse sagen konnte, also habe ich die Polizei zum Tatort gelotst", so die zweifache Mutter weiter. Als nach zehn Minuten die Polizist eintraf, wurde die Gemeindebau-Stiege abgeriegelt.Laut den Ermittlern dürfte das Todesopfer seinen Mörder gekannt haben: "Vieles deutet ins Suchtgiftmilieu. Hinter dem Verbrechen könnte eine Racheaktion für schlechten Stoff oder Schulden stehen“, so ein Ermittler.
Die Ermittlungen werden vom Landeskriminalamt Wien geführt. Hinweise (auch anonym) werden unter der Telefonnummer 01/31310-33131 oder -33800 entgegengenommen.
von Florian Hitz (Kronen Zeitung) und wien.krone.at










Kommentare
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.