Zuvor hatte die Gemeinderats-SPÖ einen entsprechenden Vorstoß von Nagls Koalitionspartner, den Grünen, unterstützt. Die Debatte war entstanden, nachdem sich der steirische Landtag am Dienstag mit den Stimmen von SPÖ, ÖVP und FPÖ für ein Bettelverbot entschieden hatte (siehe Infobox).
Nagl: EU muss Grundsicherung aller Bürger sicherstellen
Nagl erklärte, niemand müsse betteln. Dieses in Europa wieder zu "normaler" Arbeit zu erklären, widerspreche der Menschenwürde. "Vielmehr muss die EU die Grundsicherung aller ihrer Bürger und den Minderheitenschutz sicherstellen und dies zur Voraussetzung von Förderungen an Mitgliedsstaaten machen," so der Bürgermeister. Die meisten Bettler in Graz kommen aus dem slowakischen Hostice. Nagl wies darauf hin, dass Betteln immer wieder generell verboten gewesen sei, so war das Verbot der Landstreicherei in Österreich Mitte der 70er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts in Kraft.
Ab 1. Mai trete die Freizügigkeit des Arbeitsmarktes für Bürger aus den osteuropäischen EU-Mitgliedsstaaten außer Rumänien und Bulgarien in Kraft. Dies bedeute, dass zeitgleich mit Inkrafttreten des Verbotes in der Steiermark auch die Möglichkeit für alle gegeben ist, Roma Arbeit anzubieten. Es bleibe zu hoffen, dass die Diözese und die nun engagierten Vereine und Firmen entsprechend viele Arbeitsplätze anbieten werden.









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