17.07.2021 06:00 |

Kämpft seit 2014

Behörde glaubt Frau nicht, dass sie nicht tot ist

Seit sieben Jahren kämpft Samantha Dreissig einen aussichtslosen Kampf gegen die US-Steuerbehörde IRS. Die 25-Jährige hat nicht etwa vergessen, Steuern zu zahlen - vielmehr lässt man sie nicht. Der skurrile Grund: Die Beamten glauben, dass sie tot ist.

Die Geschichte begann 2014 mit einem Trauerfall: Dreissigs Mutter starb an Krebs. Obwohl diese weder denselben Vornamen noch denselben Nachnamen wie ihre Tochter trug, begann der Steueralbtraum. Erst bekam Dreissigs Vater einen Brief der IRS, in dem er aufgefordert wurde, seine „tote Tochter“ nicht mehr länger in seiner Steuererklärung aufzuführen.

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Die Behörden müssen damals meine Steuernummer mit der meiner Mutter durcheinandergebracht haben.

Samantha Dreissig

„Wow, überall werden Sie als tot angeführt“
Die damals 19-Jährige bekam auch ihre eigene Steuererklärung zurückgesandt – mit der Erklärung, dass ihre Steuernummer einer offiziell verstorbenen Person gehört. „Die Behörden müssen damals meine Steuernummer mit der meiner Mutter durcheinandergebracht haben“, erklärt Dreissig. „Als ich bei der IRS anrief, bekam ich zu hören: ,Wow, überall in unserem System werde Sie als tot angeführt.‘“

Unzählige weitere Anrufe und selbst ein Treffen mit einem Sachbearbeiter brachten bis heute nichts: „Seit 2014 hat man meine Steuerzahlungen nicht mehr akzeptiert und mir nur immer wieder gesagt, dass es bis zu sechs Wochen dauern kann, bis das Problem behoben ist. Ich warte noch immer!“

 Kronen Zeitung
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