Nach zehn Jahren

Skandal: Ausländische Eier in unseren Regalen

Über zehn Jahre lang konnten sich Konsumenten beim Kauf von Frischeiern im österreichischen Lebensmitteleinzelhandel (LEH) sicher sein: Die Eier kommen aus Österreich und werden den hierzulande geltenden Standards entsprechend produziert. Seit dieser Woche kann darauf jedoch nicht mehr vertraut werden: Für 1,29 Euro bekommt man bei Penny aktuell zehn Eier aus Bodenhaltung, die in Deutschland gelegt und in den Niederlanden abgepackt wurden.

Gentechnikfreie Fütterung und kein Kürzen der Schnäbel sind nur zwei Beispiele für die Standards, zu deren Einhaltung sich die österreichische Geflügelbranche und der heimische LEH freiwillig im Rahmen einer einzigartigen Branchenlösung verpflichtet haben. Eier gibt es in Österreich gerade im Überfluss, denn durch den Lockdown und den alljährlichen Rückgang der Nachfrage im Sommer finden laut Branchenschätzungen etwa acht bis zehn Millionen Eier pro Monat keinen Abnehmer.

Hannes Royer, Obmann des Vereins Land schafft Leben, dazu: „Es ist ein Wahnsinn, was da gerade passiert. Alle reden vom Klimaschutz und dann werden Eier über 1000 Kilometer weit in die heimischen Supermärkte gebracht. Und während zehn Jahre ‘Ich bin Österreich‘ auf jedem Kassenbon gefeiert werden, liegen die Billig-Eier aus dem Ausland im Regal, die keiner auf den ersten Blick von den heimischen Eiern unterscheiden kann. Hier wird das Vertrauen der Konsumenten massiv missbraucht.“

„Immer mehr Konsumenten achten beim Einkauf darauf, woher die Lebensmittel stammen. Besonders tierische Produkte werden unter die Lupe genommen, und das ist gut so“, betont „Krone“-Tierschutzexpertin Maggie Entenfellner. „Daher handelt es sich hier um Verrat am Konsumenten!“

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Mittwoch, 29. September 2021
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