05.07.2021 14:09 |

Zu Boden gestürzt

Wien: Fiakerpferd brach am Michaelerplatz zusammen

Der Wiener Michaelerplatz ist in der Vorwoche Schauplatz dramatischer Szenen geworden. Ein ausgespanntes Fiakerpferd konnte sich nicht mehr auf den Beinen halten und ging schließlich zu Boden. Weitere Versuche aufzustehen, gelangen dem Tier nicht mehr - es blieb auf der Seite liegen und musste von der Berufsfeuerwehr abtransportiert werden.

Auf den Vorfall aufmerksam machte am Montag der Verein gegen Tierfabriken (VGT). Wie auch ein Sprecher der Berufsfeuerwehr Wien bestätigt, habe sich der Vorfall in der vergangenen Woche abgespielt. In mehreren kurzen Videos ist zu sehen, wie das Pferd plötzlich die Kraft verlässt und es zunächst mit den Hinterbeinen zu Boden geht. Mehrmalige Versuche die Balance wiederzufinden, schlagen fehl. Plötzlich stürzt das Tier zu Boden und landet auf dem Kopfsteinpflaster, ehe es sich seitlich hinlegt.

Abtransport durch Berufsfeuerwehr Wien
Wie ein Sprecher der Berufsfeuerwehr Wien gegenüber krone.at berichtete, sei das Pferd in der Folge von einer Amtstierärztin ruhig gestellt worden. „Danach wurde es auf eine Tierrettungsplattform gehoben“, so der Sprecher und sei im Anschluss in die veterinärmedizinische Klinik gebracht worden.

Kreuzverschlag diagnostiziert
Laut Amtstierärztin wurde ein sogenannter Kreuzverschlag bei dem Tier festgestellt, erklärte der Sprecher weiter. Dabei handelt es sich um eine Entzündung der Rückenmuskulatur, die dem Pferd starke Schmerzen bereitet. Vergleichbar ist das mit einem sehr schweren Muskelkater. Über das Schicksal des Pferdes ist bislang nichts Gesichertes bekannt. „Gerüchteweise soll das Tier sogar gestorben sein“, so der Sprecher.

Laut dem VGT könne ein Kreuzverschlag oder auch Kreuzschlag genannt, durch starke Belastung hervorgerufen werden - der Verein übte einmal mehr harsche Kritik an Fiakerfahrten und der Belastung, unter der die Pferde zu leiden haben. Zudem wurde eine Untersuchung des Vorfalls gefordert.

Auch Thema Hitze als Zankapfel
Zuletzt kamen die Fiakerfahrten auch aufgrund der enormen Hitze im Sommer wieder ins Gespräch. Seit mittlerweile fünf Jahren gilt zwar in Wien für Fiaker ein Fahrverbot ab einer Temperatur von 35 Grad Celsius. Das jedoch ist Tierschutzorganisationen und Opposition nicht genug, weshalb die Stadtregierung nun die Temperaturgrenze weiter herabsenken möchte - so sollen die Gespanne schon ab 30 Grad pausieren.

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