"Teamarbeit? Nö!"

Hilfe, mein Kollege ist ein echter Faulpelz!

Wirtschaft
07.02.2011 17:43
Alle im Team erfüllen ihre Pflicht, nur einer lässt sich ständig mitschleifen. Für alle anderen störend, wenn nicht sogar eine Belastung. Irgendjemand muss die Arbeit ja schließlich machen. Wie man sich gegen solche Faulpelze erfolgreich zur Wehr setzt, erfährst du hier.

Im Berufsleben hat jeder seine Aufgabe. Gerade da, wo viel im Team gearbeitet wird, ist eine Zusammenarbeit, bei der jeder seinen Beitrag leistet, absolut notwendig, damit alles funktioniert. Gibt es einen, der sich von dieser Pflicht ständig ausnimmt, gibt das längerfristig Ärger. Denn die Arbeit muss gemacht werden, wenn es nicht auf alle zurückfallen soll. Und damit trifft es die Kollegen, die zusätzlich zu ihrem eigenen Pensum auch noch das des Mitläufers erledigen müssen. Die Folge: Stress, schlechte Stimmung, Konflikte. Und oft auch Kritik von oben.

Gute Tarnung
Faulpelze sind sehr geschickt darin, beschäftigt auszusehen. Sie starren mit angestrengter Miene auf den Bildschirm, sodass man meinen könnte, sie sind der Entdeckung der Weltformel ganz nahe. In Wahrheit sind sie sehr beschäftigt damit, die unendlichen Weiten des WWW zu besurfen oder ihren nächsten Urlaub zu planen. Auch Privattelefonate stehen an der Tagesordnung, wobei diese immer beendet sind, bevor ein Vorgesetzter sie mitbekommt. Kaffeepausen sind öfter als bei anderen, auch die Mittagspause wird regelmäßig übers Maß ausgedehnt, indem Besprechungen vorgeschoben werden. Stundenabrechnungen weisen regelmäßig eine längere Arbeitszeit aus, als der Kollege wirklich erbracht hat. Bei Aufgaben, die er zu erledigen hat, hört man dann oft: „Nein, das hab ich noch nicht geschafft – kannst du das bitte machen?“, bevor der Kollege sich wieder seinem Nachmittagskaffee zuwendet.

Aktiv werden!
Oft entsteht die Unzufriedenheit im Team dann, wenn andere aus Pflichtbewusstsein heraus beginnen, das Nichtstun des Kollegen auszugleichen. Es entsteht schlechte Stimmung, Streit liegt in der Luft. Man beginnt, sich überlastet zu fühlen. Die Überstunden werden immer mehr. Und oft schlägt sich diese Situation auch aufs Privatleben durch. Und mit diesen Anzeichen wird es Zeit zu reagieren.

Zunächst solltest du den Kollegen beim Nichtstun ertappen. Schau auf seinen Bildschirm und frag direkt: „Was machst du denn da?“ Auch auf Privattelefonate kann man – zunächst vielleicht scherzhaft - reagieren und sagen: „Sag mal, arbeitest du irgendwann mal auch etwas?“ Wenn der Kollege versucht, Aufgaben auf dich abzuwälzen, dann weigere dich einfach. Du musst allerdings auch die Konsequenzen tragen können. Kommt der Chef auf dich zu und fragt, warum die Aufgabe noch nicht erledigt ist, musst du ihm Bescheid geben, an wem es lag.

Wenn durch kleine Versuche allein keine Verbesserung eintritt, musst du konkreter werden. Bitte den Kollegen zu einem persönlichen Gespräch, nötigenfalls auch mit anderen Leidtragenden gemeinsam, und erkläre, was sein Nichtstun bewirkt. Dass ihr dadurch viel mehr zu tun habt. Dass die Stimmung schlecht ist. Und, wenn sich nichts ändern sollte, dass ihr auch mit dem Chef sprechen werdet. Und das müsst ihr dann auch tun. Schildert ihm einfach eure Beobachtungen und was euch konkret stört. In einem gemeinsamen Gespräch kann der Konflikt dann eventuell gelöst werden. Sonst wird auf absehbare Zeit sicher dein Chef dafür sorgen, dass sich das Problem von selbst löst.

Loading...
00:00 / 00:00
play_arrow
close
expand_more
Loading...
replay_10
skip_previous
play_arrow
skip_next
forward_10
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
explore
Neue "Stories" entdecken
Beta
Loading
Kommentare

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.



Kostenlose Spiele