20.06.2021 17:32 |

Terrorakt oder Unfall?

Truck fährt bei US-Pride-Parade Teilnehmer tot

Schrecklicher Zwischenfall bei einer Pride Parade im US-Bundesstaat Florida: Zwei Teilnehmer wurden von einem Kleintransporter erfasst, der eigentlich an der Parade in Wilton Manors teilgenommen hatte. Plötzlich scherte der Truck aber aus und fuhr in die Zuschauermenge. Zwei Teilnehmer wurden von dem Fahrzeug erfasst, einer von ihnen starb. Der Bürgermeister von Fort Lauderdale, der an der Parade teilgenommen hatte, sprach von einem „terroristischen Akt gegen die LGBTQ-Gemeinschaft“. Die ermittelnden Beamten wollten einen Angriff aber nicht bestätigen: Es sei „immer wahrscheinlicher“, dass es sich um einen Unfall handelte.

Die beiden Opfer wurden nach dem Unglück, das kurz nach dem Beginn der Parade geschah, ins nächste Krankenhaus gebracht, wo einer der Männer für tot erklärt wurde. Das zweite Opfer dürfte überleben. 

Ermittlungen in alle Richtungen
Ermittelt werde in alle Richtungen, hieß es bei einer Pressekonferenz nach dem Unglück. Der Fahrer des Kleintransporters wurde festgenommen, ein Beamter des Fort Lauderdale Police Department wollte aber nicht bestätigen, ob ihm ein Verbrechen vorgeworfen wird. Ein Beamter der Stadt sagte laut CNN, es sei „immer wahrscheinlicher, dass es ein Unfall war“.

Laut Justin Knight, dem Präsidenten des Fort Lauderdale Gay Men‘s Chorus, gehören sowohl der Fahrer als auch die beiden Opfer der LGBTQ-Gemeinde an. Seines Wissens nach sei dies keine Attacke gewesen, die gegen die Community gerichtet war. Man benötige aber mehr Details zu dem Vorfall. 

Kongressabgeordnete fuhr in Wagen bei Parade mit
Hautnah Zeugin wurde die Kongressabgeordnete Debbie Wasserman Schulz, die in einem Wagen bei der Parade mitfuhr. Sie twitterte noch in der Nacht, dass sie erschüttert sei, dass ein Mensch sein Leben verlor und ein zweiter so schwer verletzt wurde. Sie selbst und ihr Team seien in Sicherheit. 

Kurz nach dem Zwischenfall hatte es Gerüchte gegeben, wonach der Truck den Wagen der demokratischen Politikerin nur knapp verfehlt hätte.

Heike Reinthaller-Rindler
Heike Reinthaller-Rindler
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