51,2 Prozent

EU: Erstmals mehr Frauen als Männer in der Kommission

Ausland
02.02.2011 12:41
In der EU-Kommission gibt es mit 51,2 Prozent erstmals einen Frauenüberschuss. EU-Verwaltungskommissar Maros Sefcovics erklärte am Mittwoch bei der Präsentation der Anstellung von Mitarbeitern aus den 2004 beigetretenen zehn EU-Ländern, dass vor allem diese rund 4.000 neuen Beschäftigten zu dieser Entwicklung beigetragen hätten.

62 Prozent der neuen Mitarbeiter der Kommission hätten einen Hochschulabschluss und seien auf höchsten Führungsebenen tätig. Insgesamt nehmen die 4.004 neuen Posten aus den ehemaligen osteuropäischen Ländern 16 Prozent der über 30.000 Kommissionsmitarbeiter ein.

Darüber hinaus gebe es 519 Vertragsbedienstete. Bei höheren Führungspositionen seien heute fünf Mal mehr Frauen in der Kommission tätig als noch vor 15 Jahren, freute sich Sefcovics. Konkret ging es bei der Einstellungsrunde um die zehn 2004 beigetretenen Länder Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn und Zypern. Noch keine konkreten Zahlen liegen für die 2007 beigetretenen Staaten Bulgarien und Rumänien vor, doch würden die Einstellungen zufriedenstellend verlaufen.

Im Rahmen der bisher größten Erweiterung der EU 2004 wurde vereinbart, übergangsweise (bis 31. Dezember 2010) bevorzugt Mitarbeiter aus den neuen Mitgliedstaaten einzustellen. Eine ähnliche Regelung gilt bis Ende dieses Jahres für Bulgarien und Rumänien.

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