Alle wollen hin
Run auf Tickets für Romreise zur Papst-Seligsprechung
"Der Run auf Tickets für eine Romreise hat sofort begonnen, als der Vatikan den Termin für die Seligsprechung vor zwei Wochen bekannt gab", sagte Lukasz Kopec, Verkaufsmanager des Reisebüros Nowator. Die Flugtickets, die das Büro reserviert hatte, seien innerhalb von drei Tagen verkauft worden. Derzeit gebe es nur noch Karten für eine 1.700 Kilometer lange Busfahrt.
Nacht wird betend auf dem Petersplatz verbracht
Auch viele polnische Diözesen organisieren Reisen. So bot die Erzdiözese in Szczecin eine Busreise mit drei Übernachtungen in Rom für 150 Personen an. Für die Nacht zum 1. Mai, direkt nach der Ankunft in der Heiligen Stadt, ist eine "Nachtwache im Gebet" geplant. "So wollen wir halbwegs komfortabel zur Seligsprechungsmesse kommen", erklärte Pfarrer Maciej Pliszka. Denn nach einer Nacht im Hotel dürfte es schwierig sein, in der Früh noch einen Fleck auf dem Petersplatz zu ergattern.
Reisebüros sichern sich vor Schadenersatzforderungen ab
Die Reisebüros sichern sich vorsichtshalber ab, damit niemand auf die Idee kommt, Schadenersatz zu fordern. "Das Besichtigen oder der Zugang zu einem Teil der Objekte kann erschwert sein", warnt das Reisebüro Vivaldi Travel vor dem Besucherandrang. Ein anderer Veranstalter bezeichnet den 1. Mai als "Tag zur freien Verfügung".
Preise für Rom-Reisen enorm gestiegen
Die Zeitung "Dziennik" schätzt, dass sich die polnischen Pilger die Seligsprechung rund eine Milliarde Zloty, umgerechnet 250 Millionen Euro, kosten lassen. Denn die Reise wird deutlich teurer als ein gewöhnlicher Rom-Besuch. Die Fluglinien bieten keine billigen Tickets für die Tage um den 1. Mai herum an - mit umgerechnet 600 Euro hin und zurück müssen Polen dreimal so viel bezahlen wie sonst. Auch die Hotels und Pensionen in Rom verlangten in dieser Zeit deutlich mehr, berichteten polnische Zeitungen.
"Was die Fluglinien und Hotels da machen, ist schon ein Missbrauch", schimpfte Pater Roman Tkacz, Direktor des Pilgerbüros des Pallottiner-Ordens in Warschau. Die Preise seien so stark gestiegen, dass der Orden nur 100 Personen die Reise nach Rom ermöglichen könne, so Tkacz.












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