Nach Meghans Beichte

Harry: „Schäme mich, wie ich damit umgegangen bin“

Stars & Society
28.05.2021 12:28

Prinz Harry hat in der neuen Folge seiner Doku-Serie „The Me You Can‘t See“ über die Schamgefühle von Angehörigen gesprochen, die die psychischen Probleme ihrer Nächsten zunächst nicht bemerkt haben. „Als Eltern, als Geschwister haben wir, wie ich es kennengelernt habe, ein Element der Scham, das wir empfinden, weil wir sagen: ,Wie konnten wir es nicht gesehen haben?‘“, erklärte er. Auch er selbst habe sich bei seiner Gattin Herzogin Meghan zunächst nicht mit Ruhm bekleckert, gestand er ein.

Man stelle sich als Angehöriger zwar Fragen wie: „Wie konnten wir das nicht mitbekommen? Warum hast Du Dich nicht getraut, zu mir zu kommen und dies mit mir zu teilen?“ Doch „wir sind hervorragend darin, alles zu vertuschen“, wenn Menschen leiden und mit sich kämpfen, sagte Harry. 

Prinz Harry: „Schäme mich“
Schon in der letzten Episode der Doku-Serie verriet Harry, er habe zuerst nicht gewusst, was er sagen sollte, als seine Ehefrau Meghan ihm 2019 gestand, dass sie Selbstmordgedanken habe. „Ich schäme mich ein wenig für die Art und Weise, wie ich damit umgegangen bin“, erklärte der Prinz nun.

Aufgrund der royalen Pflichten und Verantwortung sei in diesem Moment nämlich nur Zeit für eine „kurze Umarmung“ geblieben, bevor sie sich in Royal Albert Hall zu einer Charity-Veranstaltung aufgemacht hätten. „Dort trafen wir auf eine Wand von Kameras und taten so, als wäre alles okay.“

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Dort trafen wir auf eine Wand von Kameras und taten so, als wäre alles okay.

Prinz Harry

Doch mittlerweile sei er selbstbewusster im Umgang mit Menschen, die darüber nachdenken, sich das Leben zu nehmen - auch dank der Erlebnisse mit Meghan. „So viele Menschen haben Angst davor, am zuhörenden Ende dieses Gesprächs zu stehen, weil sie nicht das Gefühl haben, die richtigen Werkzeuge zu haben, um den richtigen Rat zu geben“, räumte Harry ein. Sein Rat: „Hören Sie zu, denn zuzuhören und Teil dieses Gesprächs zu sein, ist ohne Zweifel der beste erste Schritt, den Sie machen können.“

„Neuer, kaum verhüllter Schlag“ gegen Royals
Die britische Boulevardzeitung „Sun“ nannte Harrys Aussagen einen „neuen, kaum verhüllten Schlag“ gegen die Royal Family. Im ersten Teil von „The Me You Can‘t See“ hatte Harry gesagt, das Paar habe nach dem Selbstmord-Geständnis seiner Ehefrau nichts als „Schweigen und Gleichgültigkeit“ von seiner Familie erfahren.

Robin Williams‘ Sohn über öffentliche Trauer
Gemeinsam mit Zak Williams, Sohn von Hollywood-Star Robin Williams, berichtete Harry zudem von den Problemen, privat um einen geliebten Menschen zu trauern. „Für mich war es anfangs wirklich schwierig, den Prozess des privaten Trauerns von der mit der Öffentlichkeit geteilten Trauer zu trennen“, sagte Williams.

Und weiter: „Ich hatte wirklich erst eineinhalb Jahre, nachdem mein Vater gestorben war, die Gelegenheit, mich wirklich auf den privaten Trauerprozess zu konzentrieren.“ Der vierfache Oscargewinner Robin Williams war 2014 gestorben, Harrys Mutter Prinzessin Diana 1997.

Wenn Sie oder eine Ihnen nahestehende Person sich in einer psychischen Ausnahmesituation befinden oder von Suizid-Gedanken betroffen sind, wenden Sie sich bitte an die Telefon-Seelsorge unter der Telefonnummer 142. Weitere Krisentelefone und Notrufnummern finden Sie HIER.

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