24.01.2011 11:16 |

Unfälle und Sperren

Schneefall sorgt für Verkehrschaos in Ostösterreich

Der neuerliche, für viele überraschende Wintereinbruch hat am Montag in den frühen Morgenstunden für teils große Probleme im Straßenverkehr gesorgt. Besonders betroffen war der Osten Österreichs: Die Wiener Außenringautobahn (A21) musste für Lastkraftwagen ab 3,5 Tonnen für mehrere Stunden gesperrt werden, zudem kam es in mehreren Bundesländern aufgrund der Glätte und der durchgehenden Schneefahrbahn immer wieder zu Unfällen.

Um 10 Uhr konnte das Lkw-Fahrverbot auf der A21 wieder aufgehoben werden. Zu gröberen Unfällen kam es nicht, allerdings gab es einige Verwirrung um das Fahrverbot. Das Verkehrsleitsystem beim Knoten Steinhäusl - an der Abzweigung der A21 von der Westautobahn (A1) - habe die Beschränkung auf Lkw nicht angezeigt, sodass Autofahrer zunächst davon ausgingen, dass es für alle Fahrzeuge gelte, hieß es in der ÖAMTC-Informationszentrale. "Abgesehen von dieser Verwirrung und einigen 'Ausrutschern' im Bereich Steinhäusl hat es keine Probleme gegeben", sagte ein Sprecher. Einige Lkw seien trotz Fahrverbots auf der A21 unterwegs gewesen.

Bis zu 35 Zentimeter Neuschnee in Niederösterreich
Kettenpflicht für Fahrzeuge ab 3,5 Tonnen gab es auf mehreren Bundes- und Landesstraßen in Niederösterreich. Laut Landeskorrespondenz galt diese Maßnahme unter anderem auf der B20 über den Annaberg und den Josefsberg, auf der B23 über den Lahnsattel und auf der B21 über den Zellerain. Im Mostviertel kam es abschnittsweise zu Schneeverwehungen, unter anderem in Waidhofen an der Ybbs und in Persenbeug. Die Neuschneemengen beliefen sich auf bis zu 35 Zentimeter im Mostviertel und im Industrieviertel. Im Wald- und Weinviertel gab es nicht einmal ein Drittel davon.

Im Burgenland mussten die Feuerwehren von 6.30 Uhr bis zum frühen Vormittag wetterbedingt zehnmal Hilfe leisten. Im Nord- und Mittelburgenland hatten in der Früh bis zu zehn Zentimeter Neuschnee für winterliche Fahrverhältnisse gesorgt. Zweimal mussten auch die Rettungskräfte ausrücken. Bei einem Verkehrsunfall auf der B50 nahe Steinberg-Dörfl (Bezirk Oberpullendorf) wurde eine Person im Fahrzeug eingeklemmt und schwer verletzt. Auch in Wulkaprodersdorf erlitt ein Fahrzeuginsasse bei einem Unfall eine Verletzung.

Neuschnee sorgte auch bei den Öffis für Verzögerungen
In Wien waren nicht nur die Autofahrer vom Neuschnee überrascht, auch bei den Öffis kam es zu Verzögerungen. Auf der Strecke der Straßenbahnlinie 67 kam es zu Behinderungen wegen eingefrorener Weichen, berichtete eine Sprecherin der Wiener Linien. Überdies gab es "kurze schneebedingte Verzögerungen" auf der Autobuslinie 38A. Derzeit herrsche im Öffi-Verkehr Normalbetrieb.

Auf den Straßen der Bundeshauptstadt kam es laut ÖAMTC bisher zu keinen "gröberen Problemen". Am Vormittag hatte sich die weiße Pracht auf den Fahrbahnen und Gehsteigen bereits weitgehend in Matsch verwandelt.

In Oberösterreich herrschte teilweise Kettenpflicht
In Oberösterreich blieben auf der Innkreisautobahn (A8) in Fahrtrichtung Passau bei Suben mehrere Lastkraftwagen hängen. Außerdem kam es aufgrund der winterlichen Fahrverhältnisse immer wieder zu Unfällen. Meldungen über Verletzte gab es zunächst nicht.

Auch auf allen oberösterreichischen Landesstraßen herrschten am Vormittag tiefwinterliche Bedingungen mit überwiegend Schneefahrbahnen und vereinzelt -verwehungen. Auf zahlreichen Verkehrsverbindungen mussten Ketten angelegt werden. Sämtliche Einsatzfahrzeuge der Straßenmeistereien seien unterwegs, hieß es von Seiten des Landes.

In Salzburg führten Schneefahrbahnen auf der Westautobahn (A1) zu mehreren Unfälle, die aber glimpflich verliefen. Betroffen war überwiegend der Abschnitt an der Grenze zu Oberösterreich.

Vorerst kaum Probleme in Tirol
In Tirol brachte der Neuschnee vorerst kaum Probleme. Zum Teil wurde Kettenpflicht auf einzelnen Straßenabschnitten verhängt. Meldungen über Blechschäden gab es zunächst nicht. Kettenpflicht für alle Fahrzeuge gab es etwa auf der Jenbacher Landesstraße. Betroffen von der Maßnahme waren außerdem alle Fahrzeuge mit einem Gesamtgewicht von mehr als 3,5 Tonnen auf der Eibergbundesstraße oder der Wildschönauer-Landesstraße. Ohne Ketten gab es auch auf der Achenseebundesstraße zwischen Wiesing und Maurach für Lkw über 7,5 Tonnen Gesamtgewicht kein Weiterkommen mehr.

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