24.05.2021 17:47 |

Milliardenverluste

Was uns die Corona-Krise bis 2024 noch kosten wird

2020 ist als das Jahr mit dem schwersten Wirtschaftseinbruch (-6,6 Prozent) seit der Nachkriegszeit in die Geschichte eingegangen. Die Wohlstandsverluste werden sich für 2020 bis 2024 auf 140 Milliarden Euro summieren, meldet die Agenda Austria. Rechnet man die Kosten hinzu, die der Staat aufwendet, um den Wohlstand zu stabilisieren, sind es 175 Milliarden Euro.

Für die Berechnung wurden die Wachstumsprognosen vor Ausbruch der Corona-Krise mit den Prognosen nach dem Ausbruch der Pandemie verglichen. „Auch wenn das Ende der Lockdowns hoffentlich der Startschuss für den Aufholprozess ist, wird uns die Krise auch in den kommenden Jahren Wirtschaftsleistung und Einkommen kosten“, sagte Agenda-Austria-Ökonom Hanno Lorenz. Sogar 2024 werde die heimische Wirtschaftsleistung noch um 20 Milliarden Euro geringer sein, als es in einer Welt ohne Corona der Fall gewesen wäre.

Auch wenn die heimische Wirtschaft noch länger brauchen wird, um sich von der Corona-Krise zu erholen, so zeigte sich allerdings, dass die Öffnungen vergangene Woche bereits Positives bewirken konnten. Nach einer Erhebung des Economica Institutes kommt es dadurch im ersten Schritt zu einem zusätzlichen wöchentlichen Umsatz von rund 325 Millionen Euro. Dazu tragen neben Beherbergung und Gastronomie auch deren Vorleister und Zulieferer bei sowie Kunst, Unterhaltung, Erholung und Sport. Falls es zu weiteren Lockerungen kommt, sei von einem weiteren Umsatzplus auszugehen.

Österreicher planen Urlaub im eigenen Land
Erfreulich für die heimische Wirtschaft ist auch, dass zwei Drittel der Österreicherinnen und Österreicher heuer für den Urlaub im Inland planen und dabei bis zu 2000 Euro ausgeben wollen, wie Wirtschaftskammerpräsident Harald Mahrer und WKÖ-Generalsekretär Karlheinz Kopf berichten. Die Betriebe seien mit umfassenden Sicherheits- und Präventionskonzepten „auf die Öffnung top vorbereitet“.

Wie groß die Vorfreude bei der Kundschaft war, zeige sich darin, dass viele Lokale für die ersten Tage nach Lockdownende ausgebucht waren. Die WKÖ-Vertreter rufen dazu auf, „die neue Freiheit für einen Besuch beim Wirten oder einem Urlaub in Österreich oder das breite Angebot unserer Kulturschaffenden“ zu nutzen. Damit könne jeder „Teil des wirtschaftlichen Comebacks in Rot-Weiß-Rot werden“.

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