„Krone“-Reportage

Aufschrei: „Krsko ist ein einziges Hochrisiko!“

Steiermark
23.05.2021 10:45

Die aufrüttelnde „Krone“-Reportage - Redakteur Jörg Schwaiger war direkt vor Ort zum Lokalaugenschein - zur tickenden Zeitbombe vor der steirischen Haustür hat sofort für heftige Reaktionen und einen Aufschrei gesorgt! Auch politische Reaktionen waren sofort da, lesen Sie diese hier ungekürzt.

Reaktionen der FPÖ

Die Steirerkrone veröffentlichte in ihrer heutigen Ausgabe eine aufrüttelnde Reportage über das brandgefährliche AKW-Krško. Das Atomkraftwerk ist bekanntlich nur wenige Kilometer von der steirischen Grenze entfernt. Die steirischen Freiheitlichen sind in den letzten Jahren immer vehement gegen die Anlage aufgetreten. Neben entsprechenden Anträgen wurde im Jahr 2019 auch eine Petition von der FPÖ Kärnten und der FPÖ Steiermark ins Leben gerufen.

Georg Mayer (FPÖ) (Bild: FPÖ/Silvana Gruze)
Georg Mayer (FPÖ)

„Es braucht mehr Druck von den regierenden Parteien in diesem Land, um die tickende Zeitbombe AKW-Krško endlich zu entschärften. Wir Freiheitliche unterstützen jede Initiative, die zu einer schnellstmöglichen Stilllegung des Atomkraftwerks beiträgt. Vor allem der mediale Druck, aber auch der direkte Protest der Bürger ist absolut begrüßenswert und richtig. Die Bundes- und Landesregierung ist gefordert, auf politischer Ebene alle Hebel in Bewegung zu setzen, um gegen den Fortbestand dieses Kraftwerks vorzugehen“, so Kunasek.

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"Wir brauchen auch internationalen Aufschrei!"

Georg Mayer, FPÖ

Der aus der Steiermark stammende EU-Abgeordnete Georg Mayer sieht auch eine internationale Dimension des Problems. „Von einem allfälligen Zwischenfall in Krško wäre nicht nur Österreich betroffen, sondern auch viele andere europäische Länder. Besonders gefordert ist deshalb auch die Europäische Union. Von den führenden EU-Gremien bräuchte es dringend klare und unmissverständliche Worte in Richtung der slowenischen Verantwortungsträger. Wir Freiheitliche werden unsere Initiativen gegen das AKW-Krško jedenfalls auf allen Ebenen verstärken“, so Mayer abschließend.


Grüne Landtagsklubobfrau Sandra Krautwaschl

Sie nimmt den Lokalaugenschein von GLOBAL 2000 und der „Steirerkrone“ beim slowenischen Schrottmeiler zum Anlass, um landespolitisch einmal mehr den Druck für ein Aus des Atomkraftwerks zu erhöhen: „Die Landesregierung, von Landeshauptmann Schützenhöfer abwärts, muss endlich aufhören so zu tun, als ginge uns Krško nichts an“, erinnert sie einerseits an die Grenznähe des AKW, andererseits auch daran, dass Krško ja auch auf einer Erdbebenlinie liegt: „Die Erdbeben in Kroatien in den letzten Monaten haben die Gefahr ja deutlich gezeigt!“ Die Kritik von GLOBAL 2000 an den unsicheren Lagerungen der abgebrannten Brennelemente unterstreicht die Grüne: „Krško ist ein einziges Hochrisiko!“

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"Die Steiermark hätte es auch in der Hand, Slowenien konkret beim Ausstieg unterstützen zu können"

Sandra Krautwaschl, Grüne

Doch nicht der politische Druck gehört erhöht: Aus Grüner Sicht hätte es die Steiermark auch in der Hand, Slowenien konkret beim „Ausstieg“ unterstützen zu können: „Bekannlich haben wir in der Steiermark ein enormes Potenzial und eine unvergleichliche Expertise in Sachen Erneuerbare Energien“, so Krautwaschl: „Schon vor über zwanzig Jahren waren in der Steiermark die ersten Solar-Pioniere zu Hause!“ Jetzt wäre es Zeit, hier eine überregionale Zusammenarbeit zu forcieren um die Atomgefahr so schnell wie möglich bannen zu können.

Sandra Krautwaschl (Grüne): „Das ist ein gesundheitspolitischer Irrsinn!“ (Bild: Jauschowetz Christian)
Sandra Krautwaschl (Grüne): „Das ist ein gesundheitspolitischer Irrsinn!“

Auch Klimaschutzministerin Leonore Gewessler hatte übrigens vor kurzem angekündigt, sich auch auf EU-Ebene für ein Aus für Atomkraft einzusetzen: Atomkraft müsse langfristig generell der Vergangenheit angehören. Anfang Mai gab sie bekannt, eine Reform des Euratom-Vertrags einleiten zu wollen - mit folgenden Zielen:  mehr Sicherheit, strengere Haftungsregeln für AKW-Beitreiber und ein Stopp staatlicher Subventionen für die Atomenergie. Dass europäische Steuergelder in die Atomenergie fließen, bezeichnete Gewessler als „schlicht überholt“. Das in Atomenergie gesteckte Geld sei dadurch für erneuerbare Energien verloren.

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