Neuer Reiter-Chef

Messner tauschte den Wald für Wurstproduktion

Weißer Mantel statt Schnittschutzhose, Salami-Reiferaum statt Waldluft - eine extreme Veränderung vollzog Rudolf Messner. Der 49-Jährige tauschte sein Leben als Forstwirt ein, um nun Fleischwurst- und Rohwurst-Hersteller Reiter in Eberschwang in dritter Generation zu führen.

„An den Büroalltag hab’ ich mich erst wieder gewöhnen müssen“, erzählt Rudolf Messner, der nach der Handelsakademie ein Fremdenverkehrskolleg absolvierte und sich 2006 in die Forstwirtschaft zurückgezogen hatte. „Der hab’ ich mich bis zuletzt voll und ganz gewidmet“, erzählt der Mann, der nun gemeinsam mit seiner Frau Simone im Familienbetrieb in Eberschwang anpackt.

Rudolf Messner ist in der Fleisch- und Wurst-Branche aufgewachsen: Seine Eltern hatten im steirischen Stainz den Wurst- und Schinkenspezialisten Messner gegründet, während seine Oma Elfrieda Reiter in Eberschwang den gleichnamigen Wurst-Hersteller führte. Für Letzteren ist jetzt der 49-Jährige verantwortlich.

Die Zukunft im Blick
Fast 70 der knapp 80 Mitarbeiter sind in der Reiter-Produktion tätig, stellen im Innviertel unter anderem Schwarzwälder, Kant- und Buren-Wurst, Käsekrainer und Schinkensalami, sowie Gulaschsuppe her. Eine Filiale gibt es in Eberschwang, sonst kann man die Würste des Familienunternehmens im Lebensmittelhandel kaufen - also etwa bei Billa, Billa Plus über Spar bis MPreis.

Gründerin seit einem Jahr im Ruhestand
Lehrlinge im Bereich der Lebensmitteltechnik werden gesucht, Reiferäume adaptiert, ein eigenes Logistikzentrum soll geschaffen werden: „Ich möchte den Standort gut aufstellen, um für die Zukunft gerüstet zu sein“, sagt Messner. „Meine Großmutter war eine Qualitätsfanatikerin“, sagt er über die Firmengründerin, die mit 94 seit einem Jahr in Ruhestand ist, „ich will diese Tradition fortsetzen“.

Barbara Kneidinger
Barbara Kneidinger
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Sonntag, 17. Oktober 2021
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