Anwalt ist sauer:

Im Eishockey-Sumpf lassen sich die Ermittler Zeit

„Wir könnten schon längst mit den Ermittlungen fertig sein“, ärgert sich Manfred Arthofer, Anwalt jenes Linzer Chefinspektors (60), der im Eishockey-Sumpf zu versinken droht. Denn es soll in drei Monaten Ermittlungstätigkeit erst eine Vernehmung gegeben haben und beim Hauptverdächtigen noch keine Durchsuchung.

Eigentlich ging alles los, weil der Ex-Manager der Black Wings wegen Betrugs vom ehemaligen Verein angezeigt worden war. In den Unterlagen, die von der „Krone“ im Februar publik gemacht worden waren, ist auch die Rede von „Anstiftung zum Amtsmissbrauch“ und hier kam der 60-jährige Polizist aus Linz ins Spiel. Er soll aus Gefälligkeit Strafen verschwinden und sich über Jahre mit teuren VIP-Karten zu Eishockey-Spielen einladen haben lassen.

Weitere Vorwürfe
Laut Insidern seien bei der Befragung der Anzeiger weitere Vorwürfe gegen den Manager laut geworden, die aber nicht in den sichergestellten Chat-Protokollen dargelegt werden können. Etwa nicht mehr auffindbare Verträge. Doch beim Manager gab es noch keine Hausdurchsuchung, allerdings beim suspendierten Chefinspektor – für beide Genannten gilt die Unschuldsvermutung. „Das dauert alles zu lange“, würde sich Anwalt Arthofer mehr Tempo in den Ermittlungen der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft in Wien wünschen, die den Akt bearbeitet.

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Dienstag, 26. Oktober 2021
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