14.05.2021 10:22 |

„Situation kritisch“

Spitälern in Kolumbien droht jetzt der Kollaps

Nach tagelangen Protesten (siehe Video oben) steht das Gesundheitssystem in Kolumbien angesichts der Corona-Pandemie vor dem Zusammenbruch. „Es muss mit aller Realität gesagt werden: Die Ansteckungssituation in Bogota ist kritisch, fast einhundertprozentige Belegung der Intensivstation“, so Gesundheitsminister Fernando Ruiz. 500 Patienten müssten aus der Hauptstadt in andere Teile des Landes verlegt werden.

Seit zwei Wochen kommt es in Kolumbien zu zahlreichen, teilweise von Gewalt überschatteten Protesten. Mindestens 42 Menschen sind nach den jüngsten Angaben der nationalen Ombudsstelle während der Protesttage ums Leben gekommen, 168 Personen werden vermisst. Nach internationaler Kritik an exzessiver Gewalt gegen regierungskritische Demonstranten in Kolumbien hat Außenministerin Claudia Blum ihren Rücktritt eingereicht.

Drei Millionen Infektionen
Zugleich erlebt Kolumbien derzeit einen der schwersten Momente der Pandemie mit einer hohen Auslastung der Krankenhäuser. Mehr als drei Millionen Menschen haben sich mit dem Coronavirus infiziert, fast 80.000 Patienten sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben.

Kolumbien ist nach Brasilien das bevölkerungsreichste Land sowie der wichtigste Verbündete der USA in Südamerika. Mehr als 50 Jahre herrschte ein Bürgerkrieg, 220.000 Menschen kamen ums Leben, Millionen wurden vertrieben.

Mara Tremschnig
Mara Tremschnig
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