14.05.2021 06:00 |

„Es ist nicht vorbei“

Intensivbetten am AKH Wien ausgelastet

Ausgelastete Intensivstationen, Lungentransplantationen, junge Patienten: „Wir spüren die Entlastung nicht“, sagt Intensivmediziner Thomas Staudinger vom AKH. Während Wien aufatmet, läuft hier der Kampf um die schwerst erkrankten Corona-Patienten ungebrochen weiter. Der Experte warnt: „Es ist nicht vorbei.“

„Die Patienten sind aktuell zwischen 30 und 60 Jahre alt“, berichtet Staudinger. Während sich draußen Aufbruchstimmung breitmacht, werden die schwersten Fälle aus anderen Häusern ins AKH gebracht. Es geht um Lungenversagen, Lungenersatztherapie und Lungentransplantationen.

„Hälfte der Intensivstationen ist für Coronapatienten“
„Die Hälfte der Intensivstationen ist für Coronapatienten“, sagt der Mediziner. Dringende Operationen werden natürlich nach wie vor durchgeführt, dafür ist die andere Intensivhälfte da. So etwas wie Normalbetrieb „wird noch dauern“.

„60 Prozent der Menschen sind noch gar nicht geimpft“
Trotzdem sind die Öffnungsschritte aufgrund der sinkenden Infektionszahlen für den Intensivmediziner nachvollziehbar und richtig. Allerdings ist es eine heikle Phase: „Die Impfungen werden sich erst noch auswirken, und 60 Prozent der Menschen sind noch gar nicht geimpft“, warnt er vor einer vorschnellen Euphorie. „Es ist nicht vorbei!“

Gesundheitsverbund: Tumor-OPs nachgeholt
Entlastung gibt es schon in den Spitälern des Wiener Gesundheitsverbundes. „Wir haben alle Tumor-OPs nachgeholt und holen planbare Operationen weiterhin sukzessive nach“, so eine Sprecherin.

Maida Dedagic
Maida Dedagic
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