Der aktuelle Lagebericht zu Schlepperei und Menschenhandel in Österreich zeigt eine Zunahme von 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt 311 Schlepper wurden 2020 festgenommen, im Jahr davor waren es nur 242. Die Pandemie habe im Schlepperwesen sehr viel verändert, erzählt Menschenhandels-Experte Gerald Tatzgern vom Bundeskriminalamt im krone.tv-Talk „Nachgefragt“. „Die Schlepper haben mehr und intensiver begleitet.“
„Mit März hat das begonnen, es gab Reiserestriktionen - das hat auch das Schleppergeschäft verändert. Es gab sehr viel Polizei an den Grenzen, weshalb sich die Schlepper sehr schnell umgestellt haben.“ Die Polizei habe an den Grenzen nicht nur bezüglich Covid-19 Kontrollen durchgeführt, auch die Kriminalität um das Schleppergeschäft war im Visier. „Das habe dann dazu geführt, dass die Schlepper die Migranten mehr und intensiver dirigiert haben.“
Den ganzen Talk mit Gerald Tatzgern sehen Sie im Video oben.
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