02.05.2021 09:00 |

Radsport

Hödlmoser kurbelt für ein klares Ziel

Als sportlicher Leiter des Continental-Teams „Maloja Pushbikers“ ist Rupert Hödlmoser einer der wenigen Salzburger Profis in der Radsport-Szene. Mit seiner bayrischen Mannschaft hat er die Österreich-Rundfahrt Anfang September fix am Plan. Jedoch bitter: Sein einziger heimischer Fahrer beendete im Vorjahr überraschend die Karriere.

Salzburgs Straßenradszene ist kaum mehr vorhanden. Der letzte Sieg bei der Österreich-Rundfahrt gelang Gerrit Glomser 2003. Damals war mit Hans-Peter Obwaller (3.) ein zweiter Salzburger auf dem Podest.

Im Vorjahr beendete eines der wenigen Talente, der Pinzgauer Christoph Schösswendter, überraschend die Karriere. Sein Ex-Teamchef beim bayrischen Continental-Team „Maloja Pushbikers“, Rupert Hödlmoser aus St. Gilgen, ist aber weiter im Amt.

Hödlmoser hat zwölf Fahrer unter seinen Fittichen
Er betreut hauptberuflich die 12-köpfige Straßenradcrew, verwaltet ein Budget von einer Million Euro. „Es geht darum, die Fahrer so gut wie möglich zu betreuen, das Renngeschehen zu koordinieren und die richtigen Fahrer aufzustellen“, betonte Hödlmoser.

So bekam sein Team erst Montag die Einladung zur Mallorca Challenge Mitte Mai. „Nun geht es um die Logistik, den Fuhrpark mit der Fähre nach Mallorca zu bringen, Flüge für die Fahrer zu buchen“, so Hödlmoser. Der bei den Rennen vor Ort ist, im Betreuerauto hinterher fährt, die Taktik bestimmt.

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Es geht darum, die Fahrer so gut wie möglich zu betreuen, das Renngeschehen zu koordinieren und die richtigen Fahrer aufzustellen.

Rupert HÖDLMOSER, Teamchef beim Radrennstall Maloja Pushbikers

Bei Deutschland-Tour noch auf Warteposition
Ein großes Ziel heuer: die Österreich-Rundfahrt, die auf Anfang September verschoben wurde. „Die ist fix eingeplant.“ Abwarten heißt es indes bei der Deutschland-Tour – da ist das Conti-Team auf der Warteliste. Deswegen haben die Pushbikers ein klares Ziel: „Bis 2025 ein Pro-Team zu sein.“ Womit Einladungen zu größeren Rundfahrten leichter wären. Aber dafür muss das Budget aufgestockt werden.

Als Pro-Team geht es bei drei Millionen Euro los
„Als Pro-Team geht es bei drei Millionen Euro pro Saison los. Als World-Tour-Team muss man mit zwölf Millionen rechnen, die Topteams liegen bei 30 Millionen aufwärts“, erklärt Hödlmoser.

Der mit dem in Salzburg lebenden Deutschen Daniel Bichlmann nur einen „Beute-Österreicher“ im Team hat. Dass aus Salzburg kaum mehr etwas kommt, ist für Hödlmoser nur eines: „Schade.“

Herbert Struber
Herbert Struber
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