26.04.2021 18:00

Nach der Krise:

„Nicht zum normalen Schulalltag zurückkehren“

Wie hat ein Jahr Pandemie und die damit einhergehende Isolation mit der jungen Generation gemacht? Besteht Sorge um eine mögliche Bildungsschere und welche Lösungsansätze gibt es? Man müsse nach der Corona-Krise schauen, was man gelernt hat und was man verbessern kann, sagt Bildungspsychologin Christiane Spiel im krone.tv-Talk „Nachgefragt“.

„Viele sagen, dass die letzten eineinhalb Schuljahre nichts wert sind. Ich sehe das ganz anders“, so Spiel. Die Herausforderung vor der die junge Generation stand dürfe man nicht unterschätzen. „Sie haben vielleicht in manchen fachlichen Bereichen ein bisschen weniger mitgenommen. Aber was sie dafür gelernt haben, was Generationen vor ihnen nicht gelernt haben, war, dass sie mit so einer stressigen Situation umgehen können und dass sie in der Lage sind, ihr Lernen selbst zu organisieren. Ich glaube das sind alles Dinge, die für das spätere Leben ganz, ganz wichtig sind.“

Im Bildungsbereich habe man Probleme, so wie viele andere Länder auch, sagt Spiel. „Das hat uns die Corona-Krise nochmal vor Augen geführt.“ Deshalb dürfe man laut der Bildungsexpertin auch nicht zum „normalen“ Schulalltag zurückkehren, wenn die Krise vorbei ist. „Man muss heranziehen, was wir gelernt haben und das Schul- und Bildungssystem dementsprechend weiterentwickeln.“ So habe man etwa gesehen, wie wichtig fächerübergreifende Kompetenzen sind. Das müsse man fördern.

Den ganzen Talk sehen Sie im Video oben.

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