„Rumpler“ bis am Abend

Magnitude 3,7: Auch Nachbeben deutlich zu spüren

Ein „Rumpler“ riss in der Nacht auf Dienstag Tausende Menschen aus dem Schlaf: Die Erdbeben-Tätigkeit dauerte auch am Dienstag im Raum Neunkirchen an, noch am Abend gab es Nachbeben. Deren Stärken wurden von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) mit 3,7 um 20.01 Uhr und mit 2,5 um 19.17 Uhr angegeben. Das stärkere dieser Nachbeben sei ebenfalls großräumig zu spüren gewesen.

„Es kann bei dieser Magnitude vereinzelt zu leichten Schäden kommen“, berichtete die ZAMG. Die Erschütterungen der Stärke 2,5 seien in der Umgebung des Epizentrums deutlich verspürt worden. Schäden an Gebäuden seien nicht bekannt und auch nicht zu erwarten. Auf das Erdbeben der Stärke 4,4 um 0.57 Uhr waren allein bis Mittag mehr als 20 Nachbeben mit Magnituden bis 2,9 in der Region Neunkirchen und Wiener Neustadt gefolgt.

Die Erschütterungen am Dienstag kurz vor 1 Uhr waren bis nach Wien, ins Burgenland und nach Salzburg zu spüren gewesen und hatte viele Menschen aus dem Schlaf gerissen. Leichte Schäden an Gebäuden wurden gemeldet. Erst Ende März und Anfang April war das Wiener Becken von Erdbeben heimgesucht worden.

Mehr als 14.000 Meldungen zum Erdbeben eingegangen
„Es wurden erwartungsgemäß einige leichte Schäden im Epizentrum gemeldet, etwa feine Haarrisse im Verputz“, berichtete Seismologe Anton Vogelmann von der ZAMG im Gespräch mit der APA. Größere Schäden seien nicht bekannt und nicht zu erwarten. Bis Dienstagnachmittag waren mehr als 14.000 Wahrnehmungsmeldungen aus der Bevölkerung bei der ZAMG via Formular auf der Website oder über die App „QuakeWatch Austria“ eingegangen.

Das Epizentrum des Erdstoßes kurz vor 1 Uhr lag vier Kilometer nordöstlich von Neunkirchen in einer der aktivsten Erdbebenzonen Österreichs. Die Erschütterungen wurden laut ZAMG im gesamten Osten der Republik von der Bevölkerung verspürt, besonders stark im südlichen Niederösterreich. Abgesehen vom Epizentrum kamen die meisten Wahrnehmungsmeldungen aus dem Westen Wiens, vor allem aus höheren Stockwerken.

Mit weiteren Nachbeben muss laut ZAMG-Seismologen Vogelmann gerechnet werden. Darunter können auch erneut spürbare Erschütterungen sein. „Eine Nachbebentätigkeit von zwei bis drei Wochen ist zu erwarten“, so der Experte.

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