07.04.2021 16:14 |

Obstbauern bangen

Kälterekorde für den Monat April im Südosten

Der Winterrückfall in Österreich beschert uns neben teils ergiebigem Schneefall auch überaus frostige Nächte - und in mancher Region waren diese sogar mehr als rekordverdächtig. So wurden in der vergangenen Nacht im Südosten des Landes örtlich sogar neue Monats-Kälterekorde für den April erreicht. Für die Obstbauern haben die eisigen Temperaturen dramatische Auswirkungen.

Die „Zutaten“ für klirrende kalte Nächte sind aktuell in Österreich vorhanden, wie die Experten der Österreichischen Unwetterzentrale am Mittwoch berichteten. Benötigt für das eisige Rezept wird trockene, arktische Luftmasse, ein sternenklarer, wolkenloser Himmel und wenig Wind. Zusammen ergibt das „starke nächtliche Auskühlung“, so Wetterexperte Nikolaus Zimmermann. Diese Abkühlung war in der vergangenen Nacht vor allem im Südosten des Landes zu bemerken. Die Folge: Neue Monatsrekorde, die örtlich in Kärnten, der Steiermark und im Burgenland aufgestellt wurden.

An insgesamt sieben Orten sank die Thermometermarke auf einen neuen April-Kälterekordwert:

  • Flughafen Graz (Steiermark): minus 6,7 Grad
  • Zeltweg (Steiermark): minus 8,5 Grad
  • St. Andrä im Lavantal (Kärnten): minus 6,8 Grad
  • Kleinzicken (Burgenland): minus 7,9 Grad
  • Bad Tatzmannsdorf (Burgenland): minus 7 Grad
  • Kroisegg (Burgenland): minus 6,9 Grad
  • Rechnitz (Burgenland): minus 5,5 Grad

„Bemerkenswert ist auch, dass an manchen dieser Stationen erst im März neue Wärmerekorde aufgestellt wurden, nämlich in St. Andrä im Lavanttal, Kroisegg und Bad Tatzmannsdorf“, so Zimmermann.

Obstbauern bangen um Ernte
Wie mehrfach berichtet, bereitet der Frost den Obstbauern überaus große Sorgen: Denn die Bäume blühen bereits und nehmen nun aufgrund der nächtlichen Minusgrade im schlimmsten Fall großen Schaden. Vielerorts versucht man diesen durch Feuerstellen oder auch Frostberegnung zu begrenzen.
Doch bereits in den vergangenen Jahren waren ein zu warmer März und ein April mit frostigen Nächten zu beobachten. Besonders dramatische Folgen hatte das Phänomen etwa in der Wachau im Vorjahr, teils gab es Ernteausfälle von bis zu 90 Prozent.

Und leider werden auch die beiden kommenden Nächte noch einmal kalt, vor allem in der Nacht auf Freitag müsse man bei „wolkenlosem Himmel und abflauendem Wind auch im Nordosten wieder verbreitet mit teils mäßigem Frost rechnen“, warnt der Wetterexperte. Eine Entspannung der Lage dürfte es ab dem Wochenende geben.

Christine Steinmetz
Christine Steinmetz
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