05.04.2021 11:12 |

Corona-Pandemie

Indien: Erstmals über 100.000 Fälle an einem Tag

Am Sonntag sind in Indien erstmals mehr als 100.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus an einem Tag erfasst worden. Das geht aus am Montag vom indischen Gesundheitsministeriums veröffentlichten Zahlen hervor. Besonders betroffen ist der reichste Unionsstaat Maharastra mit der Finanzmetropole Mumbai. Premierminister Narendra Modi hatte am Wochenende vor einem alarmierenden Anstieg der Covid-19-Fälle gewarnt.

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Trotzdem leben viele Menschen in Indien wieder so, als gebe es keine Pandemie mehr. Es gibt auch vor den Parlamentswahlen in mehreren Unionsstaaten große Wahlveranstaltungen. Zum großen Pilgerfest Kumbh Mela strömen Hunderttausende Inder zum heiligen Fluss Ganges (Bild unten) - oft ohne Masken, wie Aufnahmen vor Ort zeigen.

Mutationen könnten für Anstieg sorgen
Zudem könnten Virusmutationen zum Anstieg beitragen. Noch Anfang des Jahres gab es teilweise weniger als 10.000 erfasste Fälle an einem Tag, beim bisherigen Höchststand im vergangenen Sommer waren es teils knapp 100.000 pro Tag. Zum Vergleich: In China, mit etwa gleich viel Einwohnern, wurde am Sonntag zwar auch der größte Anstieg seit zwei Monaten vermeldet - allerdings wurden dort nur 32 Neuinfektionen mit Covid-19 registriert.

Indiens Impfkampagne liegt derzeit noch klar hinter dem von der Regierung angestrebten Ziel, bis Sommer 300 Millionen der mehr als 1,3 Milliarden Menschen im Land impfen zu lassen. Seit dem Impfstart im Jänner wurden 79 Millionen Dosen verabreicht.

Land produziert viel Impfstoff für den Export
Indien gilt auch als Apotheke der Welt. Das Land produziert viel Impfstoff für den Export. Aber angesichts der rasch steigenden Fallzahlen im Land wurde der Export nun eingeschränkt. Davon betroffen ist auch die UNO-Initiative Covax, die ärmere Länder mit Impfdosen versorgen soll.

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