01.04.2021 19:48 |

Was steckt dahinter?

Bloomberg über Benkos Finanzen

Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet über die Finanzstruktur der Signa-Gruppe.

In der Welt der Immobilienkonzerne nimmt die Signa-Gruppe aus dem Umfeld des Kaufhaus-Jongleurs Rene Benko seit jeher eine Sonderstellung ein: In der Regel werden dort Erfolgsgeschichten transportiert - gut, besser, Signa. Der Milliardenkonzern versorgte seine Aktionäre Jahr für Jahr mit traumhaften Dividenden. 

Laut der internationalen Nachrichtenagentur Bloomberg, die die Signa-Gruppe um Benko unter die Lupe genommen und viele vertrauliche Dokumente analysiert hat, eine beachtliche Leistung: 2019 sei die Finanzmarktaufsicht (FMA) auf den Plan getreten. Sie soll das Kreditrisiko der Signa bei der Raiffeisen Bank International um das Neunfache überschritten gesehen haben. Die Sache konnte jedoch laut Bloomberg bereinigt werden. 

Operative Verluste in 5 von 6 Jahren 
Bloomberg hat laut eigenen Angaben Dutzende Insider und Geschäftspartner der Signa befragt. Und berichtete auch darüber, dass die Signa Prime Selection, das Flaggschiff der Gruppe, in den letzten Jahren oftmals operative Verluste geschrieben haben soll; auch die Zins- und Finanzierungskosten sollen regelmäßig höher als die Umsätze gewesen sein. Darüber hinaus wollen die Analysten von Bloomberg zu berichten wissen, dass Benkos Gruppe seit Monaten versucht, Anleihen zu begeben, die bei internationalen Kapitalgebern jedoch nicht platziert werden könnten. 

In der Welt der Signa kommen solche Meldungen freilich nicht vor. Die Gruppe, in der Persönlichkeiten wie Hans Peter Haselsteiner oder die Peugeot-Brüder investiert haben, soll laut Bloomberg auch einer der wenigen Immobilienkonzerne sein, der nicht der Corona-bedingten Wirtschaftskrise Rechnung tragen muss - und seine Immobilien weiterhin aufwertet.

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