28.03.2021 19:58 |

Pendler ausgenommen

Slowenen dürfen nicht in Nachbarländer reisen

Slowenien verschärft die Corona-Beschränkungen und begibt sich ab 1. April erneut in einen Lockdown. „Wir befinden uns in einem Wettlauf gegen die Zeit“, sagte Regierungschef Janez Jansa am Sonntag. Alle nicht wesentlichen Geschäfte und Dienstleistungen werden geschlossen, die Schulen wechseln auf Distanzunterricht. Die Ausreise aus Slowenien in jene Länder, die als Risikogebiete eingestuft sind, wird in diesem Zeitraum verboten, geht aus einer Mitteilung des Innenministeriums hervor. Alle slowenischen Nachbarländer stehen auf der „roten Liste“, in Fall von Österreich gilt lediglich Vorarlberg nicht als Risikogebiet. Ausnahmen gelten für Berufspendler sowie für alle, die vollständig geimpft sind oder nachweisen können, dass sie nach einer Corona-Infektion immun sind. Auch Personen, die regelmäßig die Grenze passieren, dürfen weiterhin ausreisen. 

Am Montag um 0 Uhr treten die strengere Ein- und Ausreisebestimmungen in Kraft, die bis inklusive 12. April gelten werden. Jansa verwies auf die „alarmierende Situation“ in den Nachbarländern.

Wöchentliche Testpflicht für Pendler
Ausgenommen von den Bestimmungen sind Berufspendler, Schüler und Studenten sowie Landwirte, die ihr Land auf beide Seiten der Grenze, und Personen, die aus dringenden Gründen über die Grenze pendeln, um „unmittelbare Gefahr für Leben oder Gesundheit abzuwenden“. Für diese Gruppen gilt weiterhin eine wöchentliche Testpflicht.

Im Februar gab es noch Lockerungen
Nach der Lockerung der Corona-Einschränkungen im Februar ordnet die Regierung nun also wieder schärfere Maßnahmen an. Die meisten Geschäfte sowie Schulen, kulturelle und religiöse Einrichtungen müssen vom 1. bis 12. April schließen, wie Jansa ankündigte. Die Unternehmen sollen ihren Angestellten nach Möglichkeit anbieten, von zu Hause aus zu arbeiten.

Verwaltung wechselt ins Homeoffice
Offen bleiben Lebensmittelgeschäfte, Drogerien und Apotheken, Tankstellen, Gärtnereien sowie u.a. Marktplätze und Elektrofachgeschäfte. Die öffentliche Verwaltung wechselt überwiegend ins Homeoffice, Jansa appellierte an die Wirtschaft, dem zu folgen, so weit es möglich sei. Wie der Regierungschef betonnte, werde die Unterbrechung des öffentlichen Lebens kurz sein. Am 12. April wird man laut Jansa wieder zurück zu dem bisherigen Öffnungsplan zurückkehren.

Bewohner dürfen sich nur in der eigenen Region bewegen
Im Landesinneren werden mit 1. April wieder Bewegungsbeschränkungen eingeführt. So werden sich die Bewohner nur innerhalb der eigenen Region bewegen dürfen. Auch Versammlungen von bis zu zehn Personen werden verboten. Am Ostersonntag wird man trotzdem im ganzen Land reisen dürfen, auch Treffen von zwei Haushalten werden an diesem Tag erlauft. Gottesdienste werden aber ohne Anwesenheit von Gläubigern gefeiert werden.

„Erst im Juni wird ausreichende Impfquote erreicht sein“
Erst im Juni werde eine ausreichende Impfquote erreicht sein, um die Pandemie unter Kontrolle zu bringen, sagte Jansa. „Bis dahin müssen wir alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um die Ausbreitung der britischen Corona-Variante einzudämmen.“ Bislang erhielten nach offiziellen Angaben rund zehn Prozent der zwei Millionen Slowenen mindestens eine Impfdosis.

4000 Menschen an Corona gestorben
Seit Beginn der Pandemie starben rund 4000 Menschen in Slowenien im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. Mit 193 Corona-Todesfällen pro 100.000 Einwohner weist das Land eine der höchsten Sterberaten in der EU auf. Die Zahl der Neuinfektionen erhöhte sich in den vergangenen Wochen von 750 auf 950 Fälle pro Tag, während sich die Corona-Lage in den Nachbarländern ebenfalls erheblich verschlechterte.

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