21.12.2010 10:01 |

Neutrino-Suche

Riesenteleskop IceCube in Antarktis fertiggestellt

Nach knapp sechs Jahren Bauzeit ist das größte Neutrino-Teleskop der Welt in der Antarktis fertig. Kernstück des 279 Millionen US-Dollar (212 Mio. Euro) teuren Teilchendetektors am Südpol ist ein einen Kubikkilometer großer Eiswürfel, der mit hochempfindlichen Lichtsensoren (Bild) durchsetzt ist. Sie fangen Spuren der Neutrinos aus dem Weltall auf.
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Mithilfe dieser Neutrinos wollen die Forscher Informationen über weit entfernte Galaxien erhalten, wie das Deutsche Elektronen-Synchrotron (DESY) am Montag in Hamburg mitteilte. Die meisten dieser neutralen Elementarteilchen durchdringen die Erde, ohne mit einem einzigen Atom zu kollidieren. Weil sie kaum mit anderer Materie in Wechselwirkung treten, sind sie nur schwer nachweisbar.

5.000 Sensoren im arktischen Eis
IceCube besteht aus 86 Kabeln, an denen in Tiefen zwischen 1,45 und 2,45 Kilometern jeweils 60 Glaskugeln angebracht sind. Ein Viertel dieser insgesamt über 5.000 optischen Sensoren wurde durch deutsche Forschungsgruppen bereitgestellt. Das Projekt wird von einem internationalen Konsortium unter Führung der National Science Foundation (NSF, USA) betrieben. Das IceCube-Team besteht aus 260 Wissenschaftlern von 36 Forschungsinstitutionen aus acht Ländern.

Der Südpol ist nach DESY-Angaben ein idealer Ort für das Projekt, weil er kristallklares Tiefeneis bietet und es mit der Amundsen-Scott-Station die notwendige Infrastruktur gibt. Neutrinos sind Elementarteilchen, die 1956 erstmals nachgewiesen wurden. Milliarden von ihnen prasseln den Angaben zufolge pro Sekunde auf jeden Quadratzentimeter der Erdoberfläche.

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