Ein 52-jähriger Grazer soll Metamphetamin hergestellt haben, Fahnder der Polizei fanden in seiner Wohnung diverse Substanzen. Der Mann ist schon einmal mit dem Gesetz in Konflikt gekommen.
Bereits Anfang März klickten für einen Diplom-Ingenieur die Handschellen. Bei einer Razzia in der Wohnung des 52-Jährigen in Graz stießen Fahnder auf ein Drogenlabor - scheinbar zur Herstellung von Metamphetamin - und zahlreiche undefinierbare Substanzen. Aus Sicherheitsgründen wurde die Hausdurchsuchung damals abgebrochen, Spezialisten des Bundeskriminalamtes wurden hinzugezogen. Man wusste nicht, wie gefährlich die Lage tatsächlich ist.
Bestellungen im Darknet mit erfundenem Namen
Vorgeworfen wird ihm, dass er mit Hilfe der gefunden Substanzen den Reinheitsgehalt der Drogen erhöhen wollte; etwas mehr als 22 Gramm wurden sichergestellt. Kolportiert wird ein Schwarzmarktpreis von 100 Euro pro Gramm. Der Beschuldigte soll außerdem unter einem fiktiven Namen im Darknet ein Paket mit Suchtgift bestellt haben.
Mein Mandant hat lediglich eine Leidenschaft für organische Chemie. Er hat frei erhältliche Chemikalien für chemische Experimente verwendet. Mit Sicherheit hat er nicht versucht, Drogen herzustellen.
Bernhard Lehofer, Anwalt des Verdächtigen
Verdächtiger streitet alles ab
Der Techniker leugnet und wurde inzwischen wieder enthaftet. „Wir warten aktuell noch auf ein chemisches Gutachten“, sagt der Sprecher der Staatsanwaltschaft Graz, Hansjörg Bacher. Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass der Ingenieur mit Drogen in Verbindung gebracht wurde. Erst im Februar ist er (nicht rechtskräftig) zu einer Geldstrafe und einem Jahr bedingter Haft verurteilt worden. Es gilt die Unschuldsvermutung.
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