Quarantäne drohte

„Spaziergeher“ an Grenze zu Deutschland gestoppt

Elegant stoppten Polizisten aus Oberösterreich und Bayern einen illegalen Corona-Spaziergang von Braunau über die Innbrücke nach Simbach. Während die deutschen Beamten schon eine Straßensperre errichteten, machten die österreichischen Kollegen den Demonstranten klar, dass sie eine Quarantäne riskieren - das reichte.

Schon rund 110 Mal schritten im heurigen Jahr Polizisten in Oberösterreich bei Corona-Demos ein und kaum ein Drittel von diesen Spaziergängen war angemeldet. So auch nicht am Sonntag in Braunau. Die Spaziergeher hatten sich so „geheim“ im Internet über ihr Vorhaben verabredet, dass es sogar die Polizisten mitbekamen. Es gab zwar ein mittleres Aufgebot an beiden Seiten der Grenze, aber am Ende reichte ein bisserl Schmäh, um das Treiben zu beenden.

Auf der deutschen Seite des Inn wurden zwei Polizei-Vans quer über die Brücke gestellt, um diese zu sperren. Doch das alleine hätte wohl nicht gereicht - und vielleicht wäre die Lage eskaliert -, auf bayrischer Seite warteten schon deutsche Corona-Spaziergeher auf Mitstreiter aus dem Innviertel.

Warnung von der Polizei
Doch die kamen gar nicht auf deutsches Hoheitsgebiet, machten von selbst mitten auf der Brücke, einen Fußbreit vor der Grenze, kehrt. Denn die Braunauer Polizisten hatten die Spaziergeher gewarnt: „Wenn ihr rübergeht und zurückkommt, müsst ihr in Quarantäne.“

Apropos Quarantäne: Aktuell sind in Oberösterreich 5422 Landsleute behördlich abgesondert, dazu kommen 2500, die akut mit dem Coronavirus infiziert sind.

Markus Schütz
Markus Schütz
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Sonntag, 18. April 2021
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