115.000 € weg

66-Jähriger überwies Summe auf neun Konten

Trau, schau, wem: Alle Warnungen vor Online-Betrügern nutzen nichts, solange die Opfer einfach viel zu gutgläubig sind. Das zeigt auch ein aktueller Betrugsfall aus dem oberösterreichischen Almtal, wo ein 66-Jähriger in insgesamt 33 Überweisungen auf neun ausländische Konten insgesamt 115.000 Euro überwiesen hat. Der Pensionist war per WhatsApp von den Gaunern kontaktiert und manipuliert worden.

Die gewaltige Schadenssumme macht kurz sprachlos, ist aber alles andere als ein Einzelfall. Und auch gar nicht so hoch, vergleicht man sie beispielsweise mit einem ähnlichen Coup Mitte Jänner, wo ein Unternehmer (50) aus dem Bezirk Wels-Land stolze 880.000 Euro mit Zahlungen an eine Homepage verjuxt hatte.

Angeblich war's eine Holländerin
Der 66-jährige Almtaler fiel jedenfalls auf eine angebliche Holländerin herein, die es geschafft hatte, ihn per WhatsApp davon zu überzeugen, dass er 33-mal Geld auf neun ausländische Konten überwies. Am Freitag erstattete er Anzeige. Die Ermittlungen der Polizeiinspektion Scharnstein laufen, allerdings wäre es fast ein Wunder, wenn es gelingen würde, den Tätern das Handwerk zu legen. Denn Online-Betrügereien werden selten bis nie geklärt.

Im Vorjahr gab es in Oberösterreich 50 Fälle
„Wir haben in Oberösterreich im Vorjahr an die 50 derartige Fälle gehabt“, sagt Gerald Sakoparnig vom Landeskriminalamt Oberösterreich.

Sieben Fälle in zwei Wochen
Allein Ende November wurden innerhalb von zwei Wochen sieben Fälle mit einer Schadenssumme von 2,5 Millionen Euro angezeigt. Das Geld landete auf ausländischen Konten und ist weg.

Christoph Gantner
Christoph Gantner
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Samstag, 17. April 2021
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