10.02.2021 06:00 |

Effektiv oder nicht?

Mischung bei Impfungen könnte bei Engpass helfen

Die Wirkung von Corona-Impfstoff-Kombinationen läuft auf Hochtouren. Beim russischen Vakzin „Sputnik V“ wird bereits „gemixt“. Sollte das erfolgreich verlaufen, könnte dies bei der akuten Knappheit bei den Impfstoffen weiterhelfen.

In Großbritannien untersuchen Forscher, wie eine Kombi-Impfung mit zwei verschiedenen Vakzinen wirkt. Das wäre angesichts der Impfstoffknappheit hilfreich. In der Studie sollen laut „NZZ“ die Produkte von Biontech/Pfizer und AstraZeneca kombiniert werden. Sie basieren auf unterschiedlichen Technologien: Biontech/Pfizer ist ein mRNA-Impfstoff, AstraZeneca eine Vektor-Impfung. Eines haben beide gemein: Sie wollen uns gegen das Spike-Protein des Virus immunisieren – nur der Weg dorthin ist ein jeweils anderer. Was sogar effektiver sein könnte.

Sputnik wird bereits „gemixt“
Der russische Impfstoff „Sputnik V“ nutzt bereits eine Misch-Technik: „Sputnik“ ist wie AstraZeneca eine Vektorimpfung. Bei AstraZeneca kommen bei beiden Dosen die gleichen Adenoviren zum Einsatz, „Sputnik“ verwendet hingegen zwei verschiedene. Das soll verhindern, dass die zweite Impfdosis die Immunantwort der ersten aufhebt.

Für die Zulassung in der EU haben die Russen noch keinen Antrag gestellt. Aber selbst nach einer raschen Zulassung könnte „Sputnik“ nicht vor Mai oder Juni in der EU sein. Zuerst müssten die Massenimpfungen in Russland beendet sein, hieß es von dort.

EU veröffentlicht nächsten Liefervertrag
Ihre Technologien kombiniert haben auch Sanofi und GlaxoSmithKline (GSK). Das Vakzin ist nach Rückschlägen bei Wirksamkeitsstudien aber erst in der Entwicklung. Die EU hat davon bis zu 300 Millionen Impfdosen bestellt. Nach Druck aus dem Europaparlament hat die EU-Kommission nun den Liefervertrag veröffentlicht - mit geschwärzten Passagen.

Silvia Schober, Kronen Zeitung

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