Krone hat die Anzeige

Causa Perthaler: Eishockey-Linz brennt erneut!

Oberösterreich
30.01.2021 10:00

Der Linzer Eishockey-Krieg nimmt kein Ende! Nachdem letztes Frühjahr heftige interne Turbulenzen beim EHC Black Wings erst zum Austritt vieler Mitstreiter geführt hatten, dann zu den von der Staatsanwaltschaft inzwischen eingestellten Anzeigen gegen Klub-Präsident Peter Freunschlag, ehe ehemalige Vorstände mit dem EHV Linz eine Art Konkurrenzklub gegründet haben, sieht sich nun der frühere Black-Wings-Manager und nunmehrige EHV-Linz-Geschäftsführer Christian Perthaler mit einer Anzeige des ehemaligen Arbeitgebers bei der Linzer Staatsanwaltschaft konfrontiert.

Die Vorwürfe - sollten sie der Wahrheit entsprechen - wiegen schwer! Die Anzeige lautet auf Betrug, Untreue und Missbrauch der Amtsgewalt. Von einer Schadenssumme für den Klub von mindestens 103.400 Euro ist im Anzeigentext die Rede. Die Staatsanwaltschaft Linz hat den Akt inzwischen an die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft in Wien abgetreten. Perthaler, für den die Unschuldsvermutung gilt, soll dem Papier zufolge über zumindest zwei Saisonen an ihm bekannte Personen kostenlose VIP-Tickets und Akkreditierungen ausgestellt haben. Im Gegenzug soll es Gefälligkeiten wie etwa Urlaubseinladungen gegeben haben.

Christian Perthaler sieht sich mit schwerwiegenden Vorwürfen konfrontiert. (Bild: GEPA pictures/ Christian Ort)
Christian Perthaler sieht sich mit schwerwiegenden Vorwürfen konfrontiert.

Handy-Auswertung belastet Perthaler
Auch sollen laut dem Anzeigentext zumindest zwei Sponsoren nicht in der Vereinbarung stehende, zusätzliche Vorteile zum Schaden des EHC Black Wings Linz unentgeltlich gewährt worden sein. Belastet wird Perthaler laut der der „Krone“ zur Gänze vorliegenden Anzeige von den auf seinem ehemaligen Dienst-Handy entdeckten WhatsApp- und SMS-Schriftverkehr.

Freunschlag darf aufatmen
Gelder aus Saisonkartenverkäufen an die drei Fanklubs würden in die eigene Hosentasche wandern bzw. in Untiefen der Black-Wings-GmbHs verschwinden. Dazu wollte man auch noch andere finanzielle Ungereimtheit entdeckt haben Black-Wings-Boss Peter Freunschlag sah sich im letzten Frühjahr im Zuge der Linzer Eishockey-Selbstzerfleischung unter anderem mit dem Vorwurf des Betrugs konfrontiert. Seit kurzem ist aber nicht nur der offiziell vom Tisch. Die Staatsanwaltschaft Linz bewertete sämtliche Vorwürfe als haltlos, stellte deshalb alle Ermittlungen gegen den 55-Jährigen ein.

(Bild: GEPA)

Ausständige Gehälter an fünf Spieler
Einzig fünf Klagen von Ex-Spielern wegen ausständiger Gehälter aufgrund des coronabedingten Saison-Abbruchs im Vorjahr und eine Prüfung der Finanzbehörde sind aufrecht. Weil eine vom Klub angestrebte schnellstmögliche Begleichung nach Erhalt der Entschädigungszahlungen vom Bund wegen der laufenden Verfahren aber nicht möglich war, arbeitet man derzeit an möglichen Vergleichen.

Keine einzige Verurteilung
„Endlich ist das geklärt, ist alles auch hochoffiziell entkräftet“, atmet der Black-Wings-Präsident auf. Womit es trotz schwerster Beschuldigungen zu keiner einzigen Verurteilung im Zuge des Bruchs mit ehemaligen Mitstreitern gekommen ist.

Christian Baumberger
Christian Baumberger
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