26.01.2021 10:20 |

Keine Pasta-Krise

Italienische Nudel-Exporte nach Österreich boomen

Lang, kurz, eckig, rund: Nudeln gibt es in unzähligen Varianten. Die Pasta ist und bleibt nach wie vor ein Eckpfeiler der italienischen Gastronomie. Traditionshersteller sprechen sogar von einem wahren Pasta-Boom während der Pandemie - und das nicht nur in Italien. Auch in Österreich ist in dieser Epidemie-Zeit der Konsum italienischer Teigwaren klar gestiegen.

In den ersten zehn Monaten 2020 kletterten die Ausfuhren von Teigwaren aus dem Mittelmeerland nach Österreich um 14,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr 2019, was Italien 42,3 Mio. Euro beschert hat, geht aus Angaben des italienischen Lebensmittelverbands Filiera Italia hervor. „Österreich ist für uns als Nachbarland ein wichtiger Exportmarkt. Die Österreicher lieben unsere Lebensmittelprodukte und achten sehr auf Qualität“, sagt Luigi Scordamaglia von Filiera Italia.

Auch Exporte von Reis, Wurst, Käse und Prosecco boomen
Während andere Wirtschaftsbereiche im harten Jahr 2020 rückläufige Exporte verkraften mussten, hat die italienische Lebensmittelindustrie ihr Geschäft mit Österreich aufrechterhalten können. Bei den Ausfuhren von Reis meldete die italienische Lebensmittelindustrie ein Plus von 26 Prozent, bei jener von Wurstwaren lag das Wachstum bei elf Prozent, bei Käsesorten bei neun Prozent. Keinerlei Krise kennt auch der Sprudelwein mit dem Schlager Prosecco an der Spitze, der ein Exportplus in Richtung Österreich von 20 Prozent verzeichnete. Insgesamt exportierte Italien in den ersten zehn Monaten 2020 Lebensmittel im Wert von 1,124 Milliarden Euro. Das sind 0,6 Prozent weniger gegenüber dem Vergleichszeitraum 2019. Laut Filiera Italia ist es angesichts der Schwierigkeiten im Jahr 2020 ein beachtenswertes Resultat.

Die Ernährungsindustrie folgt in ihrer Bedeutung für Italien, nach Umsatz bemessen, direkt nach der Metall- und Maschinenbauindustrie an zweiter Stelle. Im Agrar- und Lebensmittelsektor sind 1,6 Millionen Betriebe tätig. 6.850 Unternehmen mit etwa 385.000 Mitarbeitern sind in der industriellen Lebensmittelproduktion tätig.

„Dieses Plus ist durchaus positiv“
In Zeiten der Pandemie konnte die Ernährungsindustrie in Italien um ein Prozent zulegen. „Wenn man bedenkt, dass viele Wirtschaftszweige 2020 stark eingebrochen sind, ist dieses Plus durchaus positiv“, meint Scordamaglia. Zwar hätten die Italiener während der Pandemie zu Hause mehr Lebensmittel gekauft und selbst gekocht, andererseits leide die Branche unter den Einbrüchen der Gastronomie. Diese macht ein Drittel des Lebensmittelkonsums aus, der stolze 240 Mrd. Euro beträgt.

Hohe Qualität
taliens Lebensmittelindustrie punkte in der Pandemiezeit mit ihrer hohen Qualität. Eine der Stärken des „Made in Italy“ im Lebensmittelbereich seien die zahlreichen EU-zertifizierten Produkte DOP und IGP (Produkte mit geschützter Ursprungsbezeichnung und Produkte mit geschützter geografischer Angabe), sagte der Experte. Zurzeit seien fast 30 Produkte aus Italien mit diesem europäischen Gütesiegel innerhalb der Kategorien Käse, Obst und Gemüse, Olivenöl, Schinken und Wurstwaren, Balsamicoessig und Dauerbackwaren anerkannt.

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