22.01.2021 09:41 |

Mobbingvorwürfe

Vertreterin der Queen in Kanada zurückgetreten

Kanadas Generalgouverneurin Julie Payette ist wegen Mobbingvorwürfen zurückgetreten. „Aus Respekt vor der Integrität meines Amtes und unserer demokratischen Institutionen bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ein neuer Generalgouverneur ernannt werden sollte“, erklärte Payette, die als offizielle Repräsentantin der britischen Königin Elizabeth II. auftrat, am Donnerstag.

Die unabhängige Untersuchung war von der kanadischen Regierung im Juli vergangenen Jahres angeordnet worden, als Vorwürfe über ein „giftiges“ Klima in der Rideau Hall - der offiziellen Residenz der Generalgouverneurin - aufkamen. Aktuelle und ehemalige Mitarbeiter im Büro der Generalgouverneurin hatten Payette vorgeworfen, Mitarbeiter schikaniert, angeschrien und öffentlich gedemütigt zu haben. Einige hätten Payettes Büro in Tränen aufgelöst verlassen.

Auch wegen teurer Residenz-Renovierung in der Kritik
Neben den Vorwürfen sah sich Payette außerdem mit öffentlicher Kritik konfrontiert, weil sie auf teure Renovierungsarbeiten an der Rideau Hall bestanden hatte und sich dann weigerte, dort einzuziehen. Der Rücktritt eines Generalgouverneurs ist beispiellos in der Geschichte Kanadas.

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