17.01.2021 18:18 |

Vorsicht in Vorarlberg

Hohe Lawinengefahr, immense Schneemengen

Der Winter hat Vorarlberg weiter fest im Griff. Nach einer kurzen Atempause am vergangenen Samstag hat es am Sonntag wieder ordentlich geschneit. Die Räumungsdienste und diversen Blaulichtorganisationen waren folglich gut beschäftigt. Sorgen macht weiterhin die große Lawinengefahr, Vorsicht ist dringend geboten.

Wie schnell sich ein Schneebrett lösen kann, hat am Samstag ein 53 Jahre alter Variantenskifahrer in Raggal am eigenen Leib verspürt. Der Mann war als erster einer Gruppe in die rund 35 Grad steile „Ganai“ eingefahren. Dabei löste er eine Lawine aus, von welcher er in weiterer Folge rund 70 Meter mitgerissen wurde. Am Ende rettete ihn das Glück und nicht der Verstand: Der komplett Verschüttete konnte sich mithilfe seiner Kollegen befreien und blieb gänzlich unverletzt - weder er noch seine Kameraden hatten die eigentlich obligatorische Notfallausrüstung dabei.

Das ist angesichts der hohen Lawinengefahr (ab 1600 Metern Seehöhe gilt flächendeckend Warnstufe 4) eigentlich unverantwortlich. Die Gefahren des Winters lauern aber nicht nur im Gebirge: Viele Äste drohen aufgrund der immensen Schneelast abzubrechen, bei Ausflügen in Wald spaziert folglich immer ein gewisses Risiko mit.

Glasdach von Gärntnerei-Gewächshaus barst
Ein nicht unerhebliches Risiko gehen auch all jene ein, die ihre Hausdächer von der Schneelast befreien wollen. Im Falle des Inhabers einer Gärtnerei in Nüziders endete dieses Vorhaben besonders böse: Der Mann war am Samstagnachmittag mit dem Abschaufeln seines Gewächshauses beschäftigt, als das Glasdach zerbarst - er fiel aus rund drei Metern Höhe auf einen Fliesenboden und zog sich beim Aufprall schwere Kopfverletzungen zu. Der Mann wurde nach der Erstversorgung vor Ort ins Landeskrankenhaus Feldkirch gebracht.

Auf Vorarlbergs Verkehrswegen ist indes am Sonntag wieder das „ganz normale Winterchaos“ ausgebrochen. Mehrere Straßen, darunter die Schuttannenstraße in Hohenems und die Dornbirner Ebniterstraße, mussten komplett für den Verkehr gesperrt werden. Zudem ist in Thüringerberg ein Schneeräumfahrzeug von der Fahrbahn abgekommen - es konnte von der Feuerwehr aber unbeschädigt geborgen werden. Und im Harder Auhafer ist aufgrund der Schneelast ein Motorboot gesunken.

 Vorarlberg-Krone
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