Tierkommunikation

Marlene Bienert bekehrt Macho-Kater „Tyson“

Manche Menschen sagen scherzhaft: „Katzen haben Personal!“. Doch der einjährige Kater „Tyson“ scheint das tatsächlich so gesehen zu haben und benahm sich wie ein Rüpel. Ein neuer Fall für Marlene Bienert, die seit ihrer Kindheit mit Vierbeinern kommuniziert und ihre besondere Fähigkeit erneut unter Beweis stellen konnte.

Laut Marlene Bienert besteht die telepathische Sprache der Tiere vereinfacht ausgedrückt aus Gefühlen, Bildern, Filmen, Gerüchen, Geschmack oder Geräuschen. Sie versteht sich als Tierdolmetscherin: „Ich übersetze das, was Tiere ihrem Menschen mitteilen wollen. Ihre eigenen Emotionen sind dabei fehl am Platz: „Natürlich bin ich voll auf Empfang, aber ich sehe mich als leeres Blatt Papier, auf das die Tiere schreiben." In der Vergangenheit hat sie das bereits eindrucksvoll unter Beweis gestellt - und sprach auch ein (nicht ganz so) ernstes Wort mit Kater „Eddi“.

Obwohl der einjährige Kater "Tyson" und seine Schwester "Naheli" täglich ab 4 Uhr Früh durch die Katzenklappe ins Freie dürfen, haben sie lieber im Haus Radau gemacht. Das Fass lief für Besitzerin Karoline R. aus Traismauer endgültig über, als sich "Tyson" mit voller Wucht gegen die geschlossene Schlafzimmertür schmiss und "Naheli" sein Tun mit Maunzen und Miauen begleitete. Verzweifelt wandte sich die Katzenfreundin an Marlene Bienert.

Was braucht es für eine erfolgreiche Tierkommunikation? Ein Foto, auf dem das Tier alleine zu sehen ist und auf dem es in die Kamera schaut. Zusätzlich Angaben zum Namen des Tieres, Alter, Rasse, Telefonnummer des Tierbesitzers und kurze Beschreibung des Themas. Kosten Je nach Aufwand sehr unterschiedlich – Frau Bienerts Stundensatz beträgt 80 Euro.

„Randalieren war nur Spitze des Eisberges“
Bienert: „Im Gespräch mit den Katzengeschwistern zeigte sich, dass das Randalieren vor der Tür nur die Spitze des Eisberges war: 'Naheli' war zwar zurückhaltend, aber sie hat mich verstanden und war auch bereit, etwas zu ändern. Ganz anders 'Tyson': Er reagierte gereizt, wollte mir nicht zuhören. Und schon gar nichts ändern. Weil der Kater sich im Recht fühlte."

Für die Expertin geht es bei ihrer Arbeit auch um das harmonische Miteinander: "Ich möchte, dass Menschen und ihre Tiere gemeinsam glücklich und zufrieden das Leben genießen. Damit wieder Harmonie einkehren konnte, habe ich zuerst Frauchen einiges erklärt. Ich habe sie gebeten, das Verhalten ihres Katers aus seiner Sicht zu sehen - sie verstand. Und dann wurden diese Situationen so verändert, dass der schlaue Kater nicht immer gleich seinen Willen bekam. Das ging ohne viele Worte und ohne Kampf – aber es erforderte liebevolle Konsequenz. Schon nach kurzer Zeit stellten sich erste Erfolge ein.“

Besitzerin erleichert: „Uns geht es gut!“
Gleichzeitig half Frauchen ihrem blitzgescheiten „Tyson“, sein kreatives Potential anders als bisher auszuleben. Als Team erarbeiteten sie sich viele kleine und größere Tricks. Ein halbes Jahr ist seit dem Gespräch vergangen. „Ich denke nicht daran wie es früher war, das ist vorbei“, lacht Karoline R.. „Wir sind glücklich, unsere Katzen sind glücklich, uns allen geht’s gut!“ Marlene Bienert freut sich, dass sie vermitteln konnte: „Ganz egal, worum es geht, die Offenheit der Tiere und das grenzenlose Vertrauen, das sie mir schenken, berühren mich zutiefst.“

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Mittwoch, 24. Februar 2021
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