Sa, 21. Juli 2018

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28.05.2018 09:46

Marlene Bienert ist die Dolmetscherin der Tiere

Marlene Bienert kommuniziert seit ihrer Kindheit mit Vierbeinern. Diese besondere Fähigkeit hat sie eindrucksvoll bewiesen - und stellt sie jetzt auch den „Krone“-Lesern zur Verfügung!

Täglich werden wir in der „Krone“-Tierecke mit den Anfragen verzweifelter Tierhalter konfrontiert, denen ihr Liebling entlaufen ist. Wir versuchen, die Besitzer zu beruhigen, und stehen ihnen mit Rat und Tat zur Seite. Doch die jahrelange Erfahrung mit dem Thema konnte mich nicht auf die Achterbahn der Emotionen vorbereiten, die ich bestieg, als mein Kater „Herr Brösl“ im Sommer des letzten Jahres durch die Garage entwischte.

Panik und quälende Ungewissheit
Zum Ärger über unsere Unachtsamkeit und der Hoffnung, ihn bald wieder zu finden, gesellte sich schnell Panik - eine beißende Angst, unseren „Brösi“ nicht mehr lebend zu finden, und die quälende Ungewissheit, die unsere gesamte Familie Tag und Nacht plagte. Suchzettel wurden zu Dutzenden angebracht. Polizei, Tierärzte und Gemeindeamt informiert. Seine Chip-Registrierungsnummer in der Datenbank als vermisst gestuft. Und mein eigenes Tier unter unsere Rubrik „Vermisst“ zu setzen war besonders schwierig für mich.

Kontaktaufnahme mit Tierkommunikatorin
Sogar Wolfgang Gleichweit vom Verein „Krebssuchhunde“ kam extra mit zwei „Supernasen“ aus der Steiermark, um nach „Herrn Brösl“ zu suchen. Die Hunde nahmen die Spur auf - aber irgendwo war sie einfach zu Ende. Und dann erinnerte ich mich plötzlich an Marlene Bienert, eine Tierkommunikatorin. Ich hatte vor einigen Jahren über sie und ihre Fähigkeit, mit Tieren zu reden, berichtet. Um mir in meiner Verzweiflung helfen zu können, wollte sie lediglich ein Foto von „Brösl“ haben. Ich erzählte ihr weder, wo oder wie ich wohne, noch etwas über die Eigenschaften meines Katers. Und aus diesem Grund war mir auch schon zwei Stunden später klar, dass Frau Bienert wirklich mit Tieren kommunizieren kann. Denn sie wusste Details über unser Haus, wo es liegt und wie es rundum aussieht. „Brösl“ hatte ihr alles genau erzählt. Offenbar auch, dass er sich in einem Schuppen verstecke, ganz oben auf einem Brett. Und dass er uns sehr vermisse.

„Ich bin ein leeres Blatt Papier, auf das Tiere schreiben!“
Doch wie kann das überhaupt möglich sein? Laut Marlene Bienert besteht die telepathische Sprache der Tiere vereinfacht ausgedrückt aus Gefühlen, Bildern, Filmen, Gerüchen, Geschmack oder Geräuschen. Sie versteht sich als Tierdolmetscherin: „Ich übersetze das, was Tiere ihrem Menschen mitteilen wollen. Ihre eigenen Emotionen sind dabei fehl am Platz: „Natürlich bin ich voll auf Empfang, aber ich sehe mich als leeres Blatt Papier, auf das die Tiere schreiben."

Umfeld hielt Tierkommunikation für Blödsinn
Leider konnte mein Kater Frau Bienert damals nicht sagen, wo genau er sich aufhielt. Da er in Panik davongelaufen war, hatte er die Orientierung verloren. Dennoch gab mir das Gespräch mit der Tierkommunikatorin unglaubliche Hoffnung. Ich war überzeugt, meinen Kater wieder in die Arme schließen zu können. Daher war mir auch egal, dass fast alle Menschen, denen ich vom Gespräch mit Frau Bienert berichtete, mich mitleidig anschauten. In ihren Augen war deutlich zu erkennen, dass sie dies für einen absoluten Blödsinn hielten.

Doch nur zwei Tage später - „Brösl“ war mittlerweile seit sechs Tagen verschwunden - erhielt ich folgendes SMS von Frau Bienert: „Brösl“ geht es gut, und er will nach Hause kommen. Keine Minute später telefonierte ich mit ihr und wollte wissen, wie oder ob ich irgendetwas dazu beitragen könne. „‚Brösl‘ will seinen ganzen Mut zusammennehmen und Samstagnacht um 2 Uhr nach Hause kommen“, bekam ich als Antwort. Ich begann in der Sekunde zu weinen. Aber, sagte Frau Bienert, er brauche meine Hilfe, denn er habe große Angst vor der Brücke.

Wiedersehen nachts auf einer Brücke
Ungeduldig wie ein Kind vor Weihnachten sehnte ich Samstagnacht herbei. Um 1.45 Uhr machte ich mich auf den Weg. Nachdem ich ein ziemlicher Angsthase bin, verursachte die stockdunkle Nacht bei mir Gänsehaut. Gewappnet mit einer Taschenlampe, rief ich, wie in den Tagen zuvor auch Tausende Male, nach meiner Samtpfote. In der Mitte der Brücke blieb ich stehen und vernahm ein eindeutiges Miauen. Und wie aus dem Nichts saß er plötzlich da. Am anderen Ende der Brücke, genauso wie Frau Bienert es gesagt hatte. Am ganzen Körper zitternd lief ich auf ihn zu und konnte ihn endlich wieder in die Arme nehmen. Als ich ihn nach Hause trug, war ich wie in Trance: Erlebe ich das gerade wirklich, oder träume ich nur?

„Ich sollte Maggie sagen, dass sie ihn abholt“
Frau Bienert ist sich sicher: „‚Brösl‘ kannte den Weg nach Hause ganz genau. Aber es gab für ihn ein unüberwindliches Hindernis. Und deshalb hat er darum gebeten, dass ich Maggie sage, dass sie ihn vor dieser Brücke abholen soll. Beide haben ihren Mut zusammengenommen.“ Die wenigen Meter reichten für mich aus, dass meine Freudentränen unseren „Brösl“ durchnässten. Seine Katzengeschwister begrüßten ihn voller Freude. „Brösl“ trank ein wenig und machte einige Bissen - aber er war total durch den Wind. Nervös und offensichtlich traumatisiert. Es dauerte etwa 20 Stunden, bis er zur Ruhe kam und wieder in typischer Katzenmanier vor sich hin döste.

Immer noch fassungslos
Wann immer ich diese Geschichte erzähle, bin ich selbst fassungslos, dass so etwas tatsächlich möglich ist. Ich habe nicht an Tierkommunikation geglaubt, und ich denke, dass es auch viele Scharlatane geben wird. Aber man muss nicht alles in der Welt selbst können oder verstehen - und Tierkommunikation hat meine Familie, „Brösl“ und mich wieder glücklich gemacht. Marlene Bienert: „Vermisste Tiere sind eine große Herausforderung für mich! Sowohl der Mensch als auch sein Tier befinden sich im emotionalen Ausnahmezustand. Doch ganz egal, worum es geht, die Offenheit der Tiere und das grenzenlose Vertrauen, das sie mir schenken, berühren mich zutiefst.“

Maggie Entenfellner & Denise Zöhrer, Kronen Zeitung

Die Kräutertherapie meiner „Joyce“
Vor wenigen Monaten wurde unserer 13-jährigen Hündin „Joyce“ ein großer Bauchtumor von Dr. Otto Fischer, Leiter der Tierklinik Korneuburg, entfernt. Ein schwieriger Eingriff – vor allem für eine „alte“ Hündin. Natürlich war sie sehr mitgenommen – und ich wollte alles tun, um ihre Genesung zu unterstützen. Trat mit Marlene in Kontakt. Diese wiederum mit „Joyce“. Resümee: Die Hündin braucht jetzt viele frische Kräuter und Gräser. Das wurde durch „Joyce“ auch vermittelt. Denn seit damals vergeht kein Spaziergang, wo mein Labi nicht in einer Wiese steht und ausgiebig am Grünzeug zupft. Was sie davor nie getan hat! Heute ist sie wider fit und ausgelassen wie früher.

Ingrid Altermann, Kronen Zeitung

Tierkommunikation - Was ist erforderlich?
Ein Foto, auf dem das Tier alleine zu sehen ist und auf dem das Tier in die Kamera schaut. Zusätzlich Angaben zum Namen des Tieres, Alter, Rasse, Telefonnummer des Tierbesitzers und kurze Beschreibung des Themas. Kosten Je nach Aufwand sehr unterschiedlich – Frau Bienerts Stundensatz beträgt 80 Euro.

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Sie haben Kommunikationsbedarf mit einem Tier? Die „Krone“-Tierecke wird 2x pro Monat die Kosten für eine Tierkommunikation tragen – schildern Sie uns Ihr Anliegen per Mail an tierecke@kronenzeitung.at, Betreff: Tierkommunikation Ausgewählte Fälle werden anschließend in der „Krone“ vorgestellt.

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