08.01.2021 08:05 |

Australian-Open-Absage

Waren Roger Federer die Regeln zu streng?

Nach der Australian-Open-Absage von Roger Federer stellt sich die große Frage: Waren vielleicht für den Rekord-Champion die Quarantäne-Regeln in „Down Under“ zu streng? Eine Kolumne von „Krone“-Redakteur Peter Moizi.

Täglich trudeln neue Meldungen aus Australien ein. Bereits fix: Die Topstars gehen ab 15. Jänner in Adelaide in Quarantäne, Dominic Thiem winkt in der künstlichen Tennis-Blase eine Trainingsgruppe mit Superstars. Auch der Weltranglisten-Erste Novak Djokovic und der 20-fache Major-Sieger Rafael Nadal könnten in Adelaide für die Australian Open einchecken. Neben dem Betreuerteam dürfen die Asse auch jeweils einen Sparringpartner nach Adelaide, wo Formel-1-Held Gerhard Berger 1987 und 1992 für Österreich gleich zweimal den Grand Prix gewinnen konnte, mitbringen.

Thiems Wahl fiel auf seinen Daviscup-Kumpel Dennis Novak, der mit Vater Manfred nach Australien reist. „Die Zeiten auf den Trainingsplätzen werden streng überwacht, es gibt keine Privilegien“, erklärt Thiems Coach Nicolas Massu, „alle haben sich in der Quarantäne an die sehr, sehr strengen Regeln der Regierung zu halten.“

Waren vielleicht für Rekord-Champion Roger Federer die Quarantäne-Regeln in „Down Under“ zu streng? Laut Brasiliens Ex-Profi Andre Sa, der sich bei Tennis Australia um die Anliegen einiger Spieler kümmert, zumindest ein großes Problem. „Rogers Frau Mirka und die Kinder hätten 14 Tage nur im Hotelzimmer bleiben müssen. Ausnahmen gibt es nur für die Spieler zum Trainieren“, erklärt Sa, „das hat Mirka abgelehnt. Und fünf Wochen ohne Familie wollte Roger nicht reisen.“ Vor wenigen Tagen sagte der Schweizer seinen Start beim ersten Grand Slam ab. Als Grund gab Federers Agent Tony Godsick an, dass der 39-Jährige nach zwei Knie-Operationen im Jahr 2020 noch nicht fit sei: „Roger ist sehr enttäuscht, dass er nicht spielen kann.“

Peter Moizi, Kronen Zeitung

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