Nach jahrelanger Jagd

„Wuppi“, König der Karpfen, ging Anglern ins Netz

Zwei Oberösterreicher werden derzeit europaweit von Anglern beneidet und gefeiert. Denn Wolfgang Rosendahl (48) und Alexander Novak (56) aus Timelkam hatten nach jahrelangen Bemühungen den legendären Monsterfisch „Wuppi“ an der Schnur. Der wohl schwerste Karpfen Österreichs wiegt 37,4 Kilo und ist 1,26 Meter lang.

„Seit 15 Jahren träume ich von diesem Fisch. Dass wir den Ende September an der Angel hatten, ist für mich noch kaum fassbar“, jubelt Wolfgang Rosendahl aus Timelkam. Die Rede ist vom scheuen Monsterkarpfen „Wuppi“, der seit vielen Jahren in einem Baggersee in Tillmitsch (Steiermark) seine Runden zieht und sogar bei Anglern weit über Österreichs Grenzen hinaus legendär ist. „Er ist 30 Jahre alt und extrem misstrauisch. Dass der einem an den Haken geht, ist fast schon ein Wunder“, erklärt Rosendahl, der seit seinem achten Lebensjahr Karpfen fischt.

Vor drei Jahren entwischt
Nach jahrelangen Bemühungen war es dem 48-Jährigen und seinem Kumpel Alexander Novak nun endlich gelungen, den Riesenfisch zu fangen: „Wir hatten ihn vor drei Jahren schon einmal am Haken, doch dann hat er uns zwei Stunden durch den See gezogen, bis die Schnur abriss.“

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Der „Wuppi“ ist der König unter Österreichs Karpfen. Ihn einzufangen, war mein Lebenstraum. Von 100.000 Karpfenfischern gelingt ein solcher Fang höchstens zehn.

Wolfgang Rosendahl (48)

Urgewalt
Auch diesmal war es ein Kampf auf Biegen und Brechen, bei dem aber die Oberösterreicher das Glück auf ihrer Seite hatten. „Dieser Fisch hat eine solche Urgewalt, dass er uns wieder mehr als 1,5 Stunden durch den See zog. Dabei ist meine Rute fast abgebrochen und das Boot leckgeschlagen“, so Rosendahl. Mit letzter Kraft sei es gelungen, den 1,26 Meter langen Karpfen auf eine schwimmende Abhakmatte zu wuchten: „Er hatte 37,4 Kilogramm.“

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Wir haben Anfragen etwa von Anglern aus England, Frankreich, Deutschland, Belgien und Tschechien, die alle wissen wollen, wie wir das geschafft haben.

Alexander Novak (56)

Unterwasser-Kameras
Zwei Jahre sei „Wuppi“ davor gezielt angefüttert und der 18 Hektar große Baggersee mit Unterwasser-Kameras observiert worden. „Beim Material verwenden wir nur das Beste vom Besten - wie handgebaute Ruten, Spezialschnüre und Rollen ab 400 Euro. Anders hätte man gar keine Chance“, betont Alexander Novak.

Nach einem kurzen Fotoshooting wurde „Wuppi“ übrigens wieder in den See entlassen. Novak: „Das Gefühl, ihn einmal in der Hand gehalten zu haben, ist einfach unbeschreiblich.“

Jürgen Pachner, Kronen Zeitung

Jürgen Pachner
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