05.01.2021 06:00 |

Bewilligung läuft aus

Neue Regeln lassen 170 Wiener Schanigärten wackeln

Wirbel bei den Wiener Wirten: Mit Jahresende laufen Hunderte Dauerbewilligungen für Gastgärten aus. Laut Wirtschaftskammer wackeln 170 Schanigärten, weil die Betriebe aufgrund geänderter Vorschriften keine neue Genehmigung erhalten könnten. Zusätzlich droht eine Gebührenerhöhung. Das Rathaus gibt sich vage.

Nach Ablauf der Dauergenehmigungen, die teils jahrzehntealt sind, müssen sich die Wirte neu um den Standplatz bewerben. Passt die Gehsteigbreite nicht oder wollen Stadt und Bezirk die Örtlichkeit anders nutzen, ist der Schani weg bzw. so geschrumpft, dass er sich nicht mehr rechnet.

„Ein ernstes Problem“
„Auf 170 Betriebe kommt da ein ernstes Problem zu“, sagt Gastro-Chef Peter Dobcak. Ein Problem, das den Ruin bedeuten kann. Angesichts der Krise ersucht Dobcak die Stadt Wien um eine kulante Lösung. Heißt: Die alten Bewilligungen sollen bleiben. Die Anforderungen an den öffentlichen Raum hätten sich über die Zeit geändert. Man werde sich jeden Fall ansehen, erklärt ein Sprecher von Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke (SPÖ) recht unverbindlich.

Zum Gebührenhammer: Im Moment sei zwar keine Erhöhung vorgesehen, betont das Hanke-Büro. Doch im rot-pinken Koalitionsprogramm hat sich die Regierung vorgenommen, sämtliche kommunalen Abgaben zu durchleuchten. Das soll heuer geschehen. Bestrebungen, den öffentlichen Raum – von Gastgärten bis zum Parken – stark zu verteuern, hat es öfters gegeben. Dass es in die andere Richtung geht, daran glauben die wenigsten.

Alex Schönherr, Kronen Zeitung

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