Schockierende Bilanz

Dichte Grenze lässt viele Gauner verzweifeln

Seit einer Woche wird an der Grenze wieder kontrolliert. Die Bilanz der Fremdenpolizei alleine am Übergang in Suben ist erschreckend. Täglich eine Verhaftung, darunter ein gesuchter Vergewaltiger. Mehr als 300 Anzeigen wegen illegalen Aufenthalts – und vieles mehr. Alle diese Gauner und Verbrecher sind sonst unbehelligt unterwegs – wegen Corona fliegen sie jetzt reihenweise auf.

Die Fremdenpolizei-Experten der Inspektion Tumeltsham kontrollieren vornehmlich die Covid-Bestimmungen und schauen sich auch Pässe und Fahrzeugpapiere genau an, dazu werden die Namen von Verdächtigen durch den Fahndungscomputer gejagt. Und so blieb auch der Ungar (46) hängen, der in einem slowenischen Kleinbus saß und der wegen Vergewaltigung in seiner Heimat zehn Jahre Haft zu verbüßen hätte.

Hier die Bilanz der Fremdenpolizisten, die seit einer Woche in Suben stehen:

  • Sechs Festnahmen von gerichtlich Gesuchten – darunter der Ungar – und von Illegalen, deren Ausreise ungesichert ist.
  • 300 Organmandate (100 bis 500 Euro) gegen Nicht-EU-Bürger, die sich illegal hier aufhalten. Sie müssten nach 90 Tagen ausreisen, sind teilweise ein Jahr da.
  • 60 Anzeigen nach dem Kraftfahrgesetz, weil etwa Zulassungen von in Frankreich gemeldeten Autos abgelaufen waren, oder im Fünfsitzer 9 Leute saßen.
  • 62 Abnahmen von Auto-Kennzeichen.
  • 15 Personen gefunden, von denen Gerichte den Aufenthalt wissen wollten.
  • Acht Anzeigen wegen Urkundenfälschung – also Pass oder Führerschein waren nachgemacht.
  • 40 Strafen nach der Covid-Verordnung, meistens Masken-Verstöße.
  • 120 Quarantäne-Formulare wurden bei Einreisen ausgefüllt. Diese werden an den Wohnsitzen kontrolliert.
  • 90 Sicherheitsleistungen wurden bei Verstößen eingehoben.
Markus Schütz
Markus Schütz
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Freitag, 17. September 2021
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