16.12.2020 22:50 |

Erster Fall in Alaska

Schwere allergische Reaktion auf Corona-Impfstoff

Wegen einer allergischen Reaktion nach einer Corona-Impfung ist am Dienstag eine Frau in Alaska ins Krankenhaus eingeliefert worden. Die Gesundheitsbedienstete aus der Stadt Juneau klagte zehn Minuten nach der Impfung mit dem Pfizer-Biontech-Impfstoff über Atembeschwerden und Hautrötungen, beides wurde während der empfohlenen Beobachtungsphase direkt nach der Spritze festgestellt.

Die Frau sei nach der allergischen Reaktion umgehend auf die Intensivstation eines nahe gelegenen Krankenhauses gekommen, wo sie dann die Nacht verbracht habe. Sie habe am Mittwoch noch zur Beobachtung im Krankenhaus gelegen, ihr Gesundheitszustand sei aber stabil, teilte ein Sprecher des Gesundheitsamts DHSS in Alaska mit.

„Sie hat uns ermutigt weiterzumachen“
Und trotz ihrer Reaktion sei die Frau immer noch begeistert von der Covid-19-Impfung und enttäuscht, die Gelegenheit verloren zu haben, in ein paar Wochen eine zweite Dosis injiziert zu bekommen, sagte Nobel Anderson, einer ihrer behandelnden Ärzte. „Sie hat uns alle ermutigt, weiterzumachen“, so Anderson auf einer Pressekonferenz.

„Es waren über 40.000 Menschen in den Studien und wir haben keine derartigen Reaktionen gesehen“, sagte Dr. Anne Zink, Alaskas Chief Medical Officer. Zink fasste den Fall der Gesundheitsbedienstenen mit folgenden Worten: „Der Blitz wird irgendwo einschlagen.“

Zwei Fälle auch in Großbritannien
Auch in Großbritannien hatte es zwei Fälle mit allergischen Reaktionen gegeben. Dort hatten die Behörden Menschen mit einer „signifikanten“ medizinischen Vorgeschichte vor der Impfung gewarnt. Gemeint sind sogenannte seltene anaphylaktische Schocks als Reaktion auf Medikamente, Lebensmittel oder Impfstoffe oder Menschen, die eine Adrenalin-Fertigspritze, einen Autoinjektor, bei sich tragen müssen - wie die beiden Betroffenen in Großbritannien.

Ein Pfizer-Sprecher hatte am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur mitgeteilt: „In der zentralen klinischen Phase-3-Studie wurde dieser Impfstoff im Allgemeinen gut vertragen, ohne dass vom unabhängigen Datenüberwachungsausschuss ernsthafte Sicherheitsbedenken gemeldet wurden. An der Studie nahmen bisher mehr als 44.000 Teilnehmer teil, von denen mehr als 42.000 eine zweite Impfung erhalten haben.“

In den USA werden seit Montag Menschen gegen das Coronavirus geimpft. Zuvor hatten rund 40.000 Menschen an Versuchsreihen mit dem Präparat der Firmen Biontech und Pfizer teilgenommen, bei denen es nur zu milden Nebenwirkungen kam. Laut Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) sollen 900.000 Dosen des Corona-Impfstoffs von Pfizer/Biontech im Verlauf des ersten Quartals 2021 für Österreichs Bevölkerung zur Verfügung stehen.

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