07.12.2020 17:00 |

Unglückliche Transfers

Teure Millionen-Flops

Reservisten ließen das Trainerteam bei der Admira erneut im Stich. Die Verantwortlichen bewiesen zuletzt kein glückliches Händchen.

Wir brauchen bessere Leistungen von denen, die von der Bank kommen.“ Jesse Marsch hatte schon nach dem 1:1 bei Rapid warnend den Zeigefinger gehoben. Seine Reservisten wussten in den letzten Wochen nur selten zu überzeugen. Bei der Admira bekamen viele von ihnen – so etwa Onguéné, Solet, Farkas, Ashimeru oder Okugawa – von Beginn an ihre Chance. Wieder einmal wussten sie diese nicht zu nutzen.

„Wir können eine junge Mannschaft sein, aber sicher keine naive. Das hat dann auch wenig mit Taktik zu tun“, war der Cheftrainer fassungslos. Wenn der Serienmeister beim Liga-Schlusslicht gastiert und eine derart desaströse Leistung abliefert wie die Bullen das bei der Admira taten, dann stellt sich auch die Frage nach der nötigen Mentalität und Qualität. Zum wiederholten Male wurde Marsch von seinen Mannen im Stich gelassen.

„Wir haben vor dem Spiel gedacht, wir brauchen Jungs, die bereit sind für eine gute Leistung. Wir hatten sie nicht“, wurde der 47-jährige US-Amerikaner, der sich stets schützend vor seine Truppe stellte, direkt wie nie. Kein Wunder nach dem kollektiven Versagen in der Südstadt.

Freund ist gefordert

Es wird immer augenscheinlicher, dass es dem Kader vor allem in der Breite an Klasse fehlt. Hinzu kommt: Die letzten Transfers erwiesen sich – bislang jedenfalls – als Millionen-Flops. Noah Okafor (über elf Millionen Euro Ablöse) enttäuschte über weite Strecken, Oumar Solet (bis zu 8,5 Mio.) ist ein wandelndes Sicherheitsrisiko. Sportdirektor Christoph Freund und seinem Team scheint das glückliche Händchen abhanden gekommen zu sein.

Christoph Nister
Christoph Nister
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