Märchenerzählerin

Ein Buch mit Wundern für diese Weihnachtszeit

Die Welt, in der sich Nina Stögmüller (48) am wohlsten fühlt, gibt es nur in der Fantasie. Die Linzerin ist seit 25 Jahren Märchenerzählerin. Für Weihnachten hat sie nach Wundern gesucht und daraus ein Buch gemacht.

„OÖ Krone“:Wie entstand denn „Das kleine Buch der Weihnachtswunder“, das im Anton Pustet Verlag erschien?

Für mich ist Weihnachten einfach die Zeit der Wunder! Das habe ich in Geschichtenform zu Papier gebracht.

Was ist im Buch Ihre Lieblingsgeschichte?

Der Titel heißt „Das Geldwunder“. Es handelt davon, dass heimliche Geldspenden bei verschiedenen Menschen auftauchen. Das geht wirklich auf eine wahre Begebenheit zurück, die mir ein Freund erzählte: Ein anonymer Spender soll wildfremden Menschen Kuverts mit Geld in den Postkasten gelegt haben...

Welches Märchen passt Ihrer Meinung nach zur Corona-Zeit?

Sicher „Das Geschenk der Erinnerung“: Es geht um Menschen in einem Seniorenheim, die sich an Weihnachten erinnern, wie es früher gewesen ist. Und es geht auch darum, sich zu freuen, dass es in Zukunft auch wieder einmal anders sein wird.

Fließen aktuelle Geschehnisse sonst auch in Ihre Märchen ein?

Ich habe ein Corona-Märchen für Kinder geschrieben. Es heißt „Amelie und der Zauberdrache“ und wurde ins Englische übersetzt.

Wie werden denn Sie Weihnachten verbringen?

Im engsten Kreise der Familie. Und ich freue mich natürlich, passende Geschichten vorzulesen.

Warum brauchen wir eigentlich Märchen?

Sie erzählen meistens von einer Heldenreise, die gut ausgeht. Der Held oder die Heldin hat ein Problem und das will gelöst werden. Oft ist Mut im Spiel, aber auch Tapferkeit, eine gute Tat, Herzlichkeit und die Möglichkeit, dass sich im Laufe der Geschichte etwas zum Positiven wendet.

Warum brauchen nicht nur Kinder, sondern auch erwachsene Menschen Wunder?

Darüber mache ich mir schon lange Gedanken! Und was kann überhaupt alles ein Wunder sein?

Und was meinen Sie?

Ich bin schon auf etwas draufgekommen: Wenn wir die Augen und vor allem die Herzen offen halten, kann es immer wieder kleine Wunder im Alltag geben.

Woran arbeiten Sie?

An meinem Projekt „Märchenbriefe“, das ich im Sommer ins Leben gerufen habe. Über meine Märchenbriefe können sich Menschen gegenseitig eine Freude bereiten oder auch sich selbst beschenken.

Interview: Elisabeth Rathenböck/Kronen Zeitung

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Donnerstag, 21. Jänner 2021
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