01.12.2020 10:00 |

Bedarf an 40 Ärzten

Innsbruck sucht noch Helfer für die Massentests

Testmarathon in der Tiroler Landeshauptstadt von Freitag bis Sonntag jeweils von 7 bis 17 Uhr: Für die Abwicklung der Massentests sucht die Stadtführung noch medizinisches Personal, vor allem Ärzte. 70.000 Testkits stehen bereits, BM Willi hofft auf eine möglichst hohe Beteiligung der Innsbruckerinnen und Innsbrucker. 

Neun Tage Vorbereitungszeit hat die Landeshauptstadt – wie berichtet –, um Massentests für theoretisch 133.000 Einwohner zu organisieren. 85 Teststraßen in sechs Zentren stehen zur Verfügung, das sind rechnerisch 1600 Einwohner pro Teststraße. Der größte Anteil wird sich wahrscheinlich auf Messe, Congress und Olympiaworld konzentrieren. Für die Stadtverwaltung bedeutet das Vorhaben Ausnahmezustand, im Rathaus gibt es am Freitag deswegen auch keinen Parteienverkehr: Sämtliche verfügbaren Kräfte stehen im Einsatz

BM Georg Willi (Grüne) ist ein Verfechter der Massentests und nennt das Beispiel Südtirol: „Hier wurden 3619 Corona-Positive entdeckt, die nicht wussten, dass sie das Virus in sich tragen. Zum Vergleich: Tirol hat derzeit 5000 Infizierte.“

Zwischen zwei und sechs Minuten pro Test
Im Auto sitzen bleiben, während der Abstrich genommen wird, sei bei dieser Art der Testung nicht möglich, erklärte die Stadtführung am Montag. Nach erfolgter Registrierung wird bei den Testpersonen von medizinischem Personal ein Nasenabstrich genommen. Pro getestete Person werden zwischen zwei und sechs Minuten kalkuliert. Das Ergebnis sollte nach ein- bis zwei Stunden per SMS vorliegen, Corona-Positive werden per Telefon verständigt. Nach erfolgter Testung sei das Gelände unverzüglich zu verlassen, wird vonseiten der Verantwortlichen betont.

Ein Verkehrschaos verhindern, aber wie?
Um ein Verkehrschaos bei den Testzentren zu verhindern, bittet die Stadt die Freiwilligen, zu Fuß, mit dem Rad oder den Öffis anzureisen. Zudem besteht die Möglichkeit, sich online über die Auslastung zu informieren. Eventuell wird es bis Freitag auch ein Reservierungssystem geben oder eine Regelung analog den Supermärkten. Das Verkehrskonzept ist jedenfalls noch nicht im Detail fertig.

Testlauf mit Stadt-Mitarbeitern
Am Donnerstag werde es einen ersten Testlauf mit Bediensteten aus städtischen Unternehmen geben, wurde betont. Sollte Innsbruck mehr als 70.000 Antigen-Testkits brauchen, werden diese umgeschichtet.

Rege Online-Suche nach weiteren Ärzten
Auf der Stadt-Homepage wird noch medizinisches Personal, insbesondere Ärzte, gesucht – obwohl die Zahl der Helfer bereits sehr groß sei, wie BM Willi erläuterte. Der Bedarf wird mit 40 Ärzten, vor allem am Freitag, beziffert.

Philipp Neuner
Philipp Neuner
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