30.11.2020 13:30 |

Trotz Corona-Pandemie

Sterblichkeit in vielen Regionen Europas gesunken

Obwohl im Frühjahr und Sommer aufgrund der Corona-Pandemie in vielen Regionen Europas eine gewisse Übersterblichkeit zu verzeichnen war, ging die Sterblichkeit gleichzeitig in großen Gebieten des Kontinents zurück. Einzelne Regionen verzeichneten wiederum extrem hohe Übersterblichkeiten. Das geht aus den Daten hervor, die für die am Montag vorgestellte OECD-Studie „Regions and Cities at a Glance“ ausgewertet wurden.

Mit Übersterblichkeit ist der Anstieg der Sterberate gegenüber dem Durchschnittswert der Vorjahre gemeint. Demnach war die Übersterblichkeit in Norditalien (Po-Ebene) sowie in den zentralen Regionen Spaniens am stärksten, mit bis zu 80 Prozent (Region Madrid). Abseits dieser beiden besonders betroffenen Großgebiete verzeichnete auch die britische Region London, die spanische Region Katalonien, die ostitalienische Provinz Pesaro-Urbino sowie das ostfranzösische Departement Haut-Rhin (Süd-Elsass) herausragend hohe Übersterblichkeiten.

Übersterblichkeit bei sechs Prozent
In Großbritannien, Schweden und Nordfrankreich waren die Werte flächendeckend ebenfalls relativ hoch. Ein gesamter Sterblichkeitswert für ganz Europa wird nicht angegeben, die Studie verweist lediglich darauf, dass „in großen Regionen Europas eine Übersterblichkeit von sechs Prozent zu verzeichnen war“.

In großen Gebieten insbesondere Mittel- und Osteuropas ging hingegen die Sterblichkeit zwischen Februar und Juni gegenüber dem Durchschnitt der Jahre 2018/19 deutlich zurück: Das gilt für große Teile Österreichs, Deutschlands, der Schweiz, Ungarns, der Slowakei, Rumäniens, aber auch Norwegens oder Griechenlands ebenso wie für den Großteil Mittel- und Süditaliens sowie für Süd- und Westfrankreich.

Österreich: Höchster Anstieg in der Steiermark
In Österreich lagen die Bundesländer Wien, Steiermark, Salzburg und Vorarlberg von der Sterblichkeit her im Durchschnitt, die anderen Länder darunter - selbst Tirol, wo in absoluten Zahlen in diesem Zeitraum die meisten Corona-Toten zu verzeichnen waren. Den stärksten Anstieg an Todesfällen innerhalb Österreichs gab es während der Corona-Pandemie demnach in der Steiermark.

Der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) gehören 37 Mitgliedsstaaten an, darunter die am stärksten wirtschaftlich entwickelten Länder der Welt. Die meisten Mitglieder der Europäischen Union - mit Ausnahme Rumäniens, Bulgariens, Kroatiens, Zyperns und Maltas - sind auch in der OECD.

 krone.at
krone.at
Kommentare

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Samstag, 23. Jänner 2021
Wetter Symbol