26.11.2020 14:05 |

Corona:

Hartes Geschäft in der Krise

Wirtschaftliche Rückschläge bleiben in Zeiten wie diesen keiner Branche erspart. Dennoch ist bemerkenswert, wie gut die Industrie die Lage im Griff hat und positiv in die Zukunft blickt.

Mehr als die Hälfte der Industrie produziert nun unter 80 Prozent ihrer Kapazitätsgrenze. Die Unternehmen trotzen aber der Krise und halten mit ihren Mitarbeitern den Betrieb am Laufen,“ erklärt Manfred Gerger, Präsident der Industriellenvereinigung im Burgenland. Er bezieht sich auf die Ergebnisse einer Blitzumfrage. Zu kämpfen hat die Industrie damit, dass die schwere Erreichbarkeit von Fern-, aber auch Nahmärkten zu einer geringeren Kundennachfrage führt. „Der Vertrieb bricht weg. Der Marktzugang ist also existenzentscheidend“, so Gerger. Als großes Hindernis erachtet ein Drittel der Unternehmer die Maßnahmen rund um zulange Testungen und die Absonderung nicht erkrankter Mitarbeiter. „Die öffentlichen Leistungen sind unzureichend“, betont Gerger. Damit die Mitarbeiter gesund bleiben, setzen Firmen verstärkt in Eigenregie auf Schnell- und PCR-Tests.

Der Gesamtschaden aufgrund der Covid-19-Krise dürfte laut Berechnungen namhafter Ökonomen ein Minus von 6,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) betragen. Damit liegt das Burgenland unter dem Österreich-Wert von minus 8,1 Prozent. „Über 27 Prozent davon muss im Burgenland die Industrie inklusive dem Sektor Energie verkraften“, heißt es. Herausfordernd wird auch der Start ins nächste Jahr. Was die Zahl der Aufträge für die ersten Monate 2021 betrifft, geben 54 Prozent der Unternehmer den Status quo als „schlechter als heuer“ an. Nur vier Prozent rechnen mit einer besseren Lage.

Dennoch herrscht Zuversicht. Gefragt ist die Entwicklung einer umfassenden Corona-Strategie. Gerger: „Die Industrie empfiehlt auch eine Verkürzung der Quarantänezeiten für symptomfreie Kontaktpersonen oder ,Freitestungen’ vor allem für Schlüsselpersonal.“

Karl Grammer, Kronen Zeitung

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