25.11.2020 09:09 |

Contact-Tracer

Vollbetrieb bei der Virus-Spurensuche

Mit Empathie, Manpower und Hirnschmalz sind Salzburgs Contact-Tracer dem Virus auf der Spur. Noch sind die Fälle bewältigbar, doch Massentests sprengen die Kapazitäten.

Eigentlich wollte Tobias Schachinger heuer nach der Matura ins Berufsleben starten, das Coronavirus hat ihm aber einen Strich durch die Rechnung gemacht. Jetzt arbeitet er seit Anfang November als Contact-Tracer der Stadt Salzburg. „Das funktioniert sehr gut. Die meisten Personen kooperieren mit mir“, erzählt der 20-Jährige. „Wenn sich einer weigert, dann sagte ich ihm klar, wie es ist.“ Auch Lisa Jury ist frisch im Team. Durch den Lockdown hat sie ihren Job in der Gastronomie verloren: „Jetzt will ich als Contact-Tracerin war Sinnvolles machen.“ Ihr Stress-Level halte sich in Grenzen. „Man braucht viel Empathie“, sagt Jury.

Insgesamt 127 Vollzeitkräfte sind in der Stadt Salzburg mit der Virus-Nachverfolgung beschäftigt, darunter 25 Soldaten des Bundesheers. Melanie Warter koordiniert den Einsatz: „Momentan können wir die positiven Befunde gut abarbeiten. Einer nimmt 30 bis 45 Minuten in Anspruch.“

Bei Massentests könnten die Contact-Tracer aber an ihre Grenzen geraten. „Noch ist der Ablauf unklar. Wir werden überlegen müssen, weiteres Personal aufzustocken“, sagt Covid-Einsatzleiter Michael Haybäck. Bis zu 1000 Neuinfektionen kommen dann auf die Stadt zu, derzeit sind es etwa 120 täglich. Nach Gesprächen zwischen Bund und Ländern ist klar: Es wird bei der Nachverfolgung Abstriche geben müssen. Derzeit wird die technische Abwicklung verbessert. In den nächsten Tagen stellt die Stadt auf das System des Landes um.

Magdalena Mistlberger
Magdalena Mistlberger
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