20.11.2020 05:03 |

Dauereinsatz:

Spitalspersonal stößt nun an seine Grenzen

Die Zahl der verfügbaren Intensivbetten ändert sich stündlich. Ein großes Problem sind aber mittlerweile nicht die Kapazitäten, sondern die Mitarbeiter. Diese sind im Dauereinsatz und massiv belastet.

Derzeit befinden sich in den burgenländischen Spitälern 18 Corona-Patienten in intenisvmedizinischer Behandlung. Wie überall steigen seit Tagen die Zahlen der belegten Betten. Anfang der Woche waren nur vier Betten für mögliche Covid-19-Fälle frei. Der Großteil der Beatmungsgeräte war zu Wochenbeginn ebenfalls belegt, nur 18 Prozent waren noch verfügbar. „Diese Zahlen sind immer nur eine Momentaufnahme. Sie sind wichtig, aber zeigen nicht das Gesamtbild“, beruhigt KRAGES-Sprecher Leo Szemeliker. Die Situation sei ernst. Doch durch Verlegungen von Patienten werden Betten frei. Erst vor wenigen Tagen konnte so die Intensivstation des Krankenhauses Kittsee für Covid-Patienten geöffnet werden. „Dies war aber nur dank der hervorragenden Zusammenarbeit mit anderen Krankenhäusern in Wien, Niederösterreich und der Steiermark möglich, die Patienten aufgenommen haben“, so Szemeliker.

Die Kapazitäten bei Betten oder Beatmungsgeräten seien aber mittlerweile nicht das größte Problem. „Unsere Mitarbeiter leisten Außergewöhnliches, doch langsam, aber sicher stoßen sie an ihre Grenzen“, betont Szemeliker. Die Dienste sind lang und die Betreuung der Intensivpatienten aufwändig. Das fachlich ausgebildete Personal ist jedoch begrenzt. Mittlerweile wurden auch pensionierte Mitarbeiter gebeten, auszuhelfen.

Auch im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Eisenstadt kennt man die Problematik. „Unsere Mitarbeiter sind sowohl körperlich als auch psychisch extrem gefordert“, so Sprecherin Carla Schmirl. In der Landeshauptstadt wurde ebenfalls umstrukturiert, um mehr Ressourcen zur Verfügung zu haben. Die Grenzen sind aber erreicht: „Sollten Mitarbeiter ausfallen, wird es eng.“

Bei einem sind sich alle Betroffenen einig: die Corona-Maßnahmen müssen eingehalten werden, nur so kann eine vollkommene Überlastung der Spitäler in naher Zukunft vermieden werden.

Carina Lampeter, Kronen Zeitung

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