Beim Bahnhof in Ried

„Ein neuer Übergang hat für uns oberste Priorität“

Der Neubau des Rieder Bahnhofes scheint in den Plänen der ÖBB bis 2026 nicht auf. Aus diesem Grund wird auch bei dem Bau eines neuen Übergangs vorerst nichts weiter gehen. Obwohl dieser für alle Stadtpolitiker oberste Priorität hat. Bereits seit einem Jahr warten 700 Anrainer auf eine Anbindung an das Stadtzentrum.

Dass der sanierungsbedürftige Rieder Bahnhof nicht im Rahmenplan für die Jahre 2021 bis 2026 aufscheint, verärgert viele Stadtpolitiker. Denn ein neuer Übergang für die rund 700 Anrainer in Wegleiten, die durch die Gleise vom Stadtzentrum getrennt sind, hat für alle oberste Priorität. Für die Verbindung von Ortsteilen sind aber nicht die ÖBB, sondern die Stadt bzw. das Land zuständig.

„Unzumutbare Situation“
Bis zum Herbst 2019 brachte eine Brücke Anrainer ohne Gefahr zu Bus, Bahn und ins Stadtzentrum. Wegen statischer Probleme wurde die 1904 errichtete Brücke abgerissen. Seitdem müssen die Bewohner einen Umweg auf sich nehmen. „Die derzeitige Situation ist für alle in Wegleiten unzumutbar. Aber erst, wenn wir wissen wie die ÖBB den neuen Bahnhof plant, können wir einen Auftrag für den Bau eines neuen Übergangs ausstellen“, erklärt Bürgermeister Albert Ortig (VP). Die erste Planungsphase der ÖBB soll bis Ende dieses Jahres abgeschlossen sein.

„Warten seit Jahrzehnten“
„Wir warten seit Jahrzehnten auf eine Sanierung. Da kann man als Rieder schon einmal sauer sein“, erzählt Vize-Bürgermeister Thomas Dim (FP). „Ich war überrascht, dass der Bahnhof nicht im Infrastrukturplan bis 2026 enthalten ist. Eine extrem unbefriedigende Situation“, so Stadtrat Peter Stummer (SP).

Philipp Zimmermann
Philipp Zimmermann
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Dienstag, 24. November 2020
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