Tauchdrama im Attersee

Partnerin musste unter Wasser ausharren

Selbstdisziplin und ein kühler Kopf haben verhindert, dass der Tauchunfall vom Attersee (Oberösterreich) ein zweites Todesopfer gefordert hat. Denn die Begleiterin jenes Niederösterreichers, der - wie berichtet - in Steinbach/Attersee bei einem Notaufstieg ums Leben gekommen war, musste noch mehr als eine Stunde unter Wasser bleiben.

„Die Kollegen haben einen Taucher zur ihr hinuntergeschickt, der die Frau, so gut es ging, betreute“, erzählt Heinz Campestrini, Abschnittsleiter der Wasserrettung am Attersee. Oben wurde es dann für die 32-jährige Deutsche Gewissheit: Ihr Tauchpartner, Thomas W. (42) aus Wiener Neustadt (NÖ), war tot. Wie berichtet, hatte er bei einem Dekompressionsstopp auf 27 Metern Probleme bekommen und sich - wie Taucher sagen - unkontrolliert „nach oben geschossen“.

Noch Unklarheiten
Warum er dies tat, ist noch unklar. Die Ausrüstung ist beschlagnahmt. Ein „Vereiser“, das heißt, dass das Atemventil keine Luft mehr durchlässt, ist eher auszuschließen. Vermutet werden Gesundheitsprobleme. „Die können bei solchen Tieftauchgängen immer entstehen“, weiß Campestrini. Für die Wasserretter, die den Leichnam bei einem privaten Tauchgang fanden, war es eine belastende Situation, kannten sie das Paar doch schon lange.

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